Im Gürtelturm lässt man Muskeln spielen
Schon im Sommer sollen im Erdgeschoß ein Zielpunkt und darüber auf zwei Geschoßen ein Fitness-Center öffnen.

Foto © 360 Grad/ListBis Ende des heurigen Jahres soll der Gürtelturm als Max Tower wieder voll genutzt sein
Passanten mutmaßten vor Weihnachten über eine Hausbesetzung. Wenn man es so will - der Gürtelturm ist tatsächlich seit Monaten besetzt, aber nur von Bauarbeitern. Nur zeitweise gab es Übungen von Einsatzorganisationen wie der Cobra. Der seit der Übersiedlung der Wiener Städtischen im Jahr 2009 leer stehende Gürtelturm mutiert gerade zum Max Tower. Und schon ab Juni sollen die ersten neuen Nutzer das komplett erneuerte Haus besetzen.
Das im Eigentum der Max Projektentwicklungsgesellschaft von Harald Fischl befindliche Gebäude wird um rund zehn Millionen runderneuert. Das nach Plänen der Architekten Kreutzer & Krisper 1975 errichtete Haus gilt als architektonisches Wahrzeichen der 1970er-Jahre. "Von der Substanz bleibt lediglich das Stahlbetongerippe stehen, der Rest wird erneuert und auf den modernsten Stand gebracht. Sowohl innen als auch an der Fassade, deren Aussehen sich aber nicht wesentlich ändern wird", erklärt Roland List vom Architekturbüro "360 Grad".
Büroflächen
Mit dem Lebensmittelmarkt Zielpunkt und einem Fitnesscenter werden schon im Sommer die ersten neuen Mieter in das sanierte Haus einziehen. "Bei dem Fittnesscenter handelt es sich um eine deutsche Kette, die hier ihren ersten Standort in Österreich eröffnet", berichtet Heinz Jauk, der für die Vermarktung der Flächen zuständig ist. In den Etagen über dem Fitness-Studio gibt es Büroflächen, die laut Jauk auch zu einem großen Teil vergeben sind. Im Erdgeschoß kommt auch noch ein Café.
"Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Sanierung des Gürtelturms das Gebiet städtebaulich enorm aufwerten können. Das soll wieder ein Blickfang bei der Einfahrt aus der Kärntnerstraße sein", freut sich Harald Fischl. Das sei nach seinem Welcome Tower beim Bahnhof das nächste schöne Projekt in Graz.
Features
FAKTEN
Im Jahre 1975 wurde das Gebäude errichtet, das bis 2009 die Landesdirektion der Wiener Städtischen beherbergt hat.
Im Jahre 2006 hat die SOB das Haus gekauft und später an Harald Fischl verkauft.
Als Max Tower wird das sanierte Objekt noch heuer neuen Nutzungen zugeführt.
















