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    Zuletzt aktualisiert: 12.01.2012 um 23:03 UhrKommentare

    Die Grazer Wasserballer fahren jetzt zweigleisig

    Zum ersten Mal in der Geschichte des WBV Graz tritt auch eine Damenmannschaft in der Bundesliga an.

    WASSERBALL. Im Volksmund würde man sagen: "Wasserball ist nichts für Mädchen." Soll heißen: Harte Jungs sind gefragt, denn im Becken geht es ordentlich zur Sache. Ab heuer gilt der Spruch aber nicht mehr. "Erstmals in der Vereinsgeschichte stellen wir auch eine Mannschaft in der Damen-Bundesliga", sagt WBV-Graz-Präsident Oliver Kölli und lehnt sich im Büro hoch über dem Sportbecken in der Grazer Auster zufrieden zurück.

    Trainiert werden die Damen vom Ex-Internationalen Willi Michalke, der einen Platz unter den ersten drei als Ziel vorgibt. Und Spielerin Julia Wlassak stellt gleich klar: "Bei uns geht es oft brutaler zu als bei den Herren."

    Brutal umgestellt haben die WBV-Herren, die am kommenden Wochenende in Wien in die neue Saison starten. Legionäre, die nur zu den Spielen nach Graz kommen, gibt es nicht mehr. "Wer bei uns spielen will, muss auch bei uns trainieren", sagt Kölli. Drei Slowenen haben die Bedingungen akzeptiert und pendeln von Marburg an die Mur. Neu ist auch der Trainer, Ewald Kroboth. Er will die Defizite im technisch-taktischen Bereich ausmerzen und die Jugend forcieren. Allerdings gezielt. "In den kleinen Becken wie in Wien haben unsere Burschen gegen die ausgewachsenen Männer der Gegner körperlich keine Chance. In Graz ist das Becken groß, da können wir unsere Schnelligkeit ausspielen", sagt Kroboth. Also wird rotiert zwischen Jugend und Routine. Damit den Grazern nicht wie in der Vorsaison am Ende die Luft ausgeht. "Wobei uns damals auch die Disziplinlosigkeit auf den Kopf gefallen ist", sagt Kölli.

    Ein Problem, das es unter Trainer Ewald Kroboth nicht mehr gibt. Oder wie es Präsident Oliver Kölli mit einem Augenzwinkern formuliert: "Kroboth gilt als Felix Magath des Wasserballs."

    KLAUS MOLIDOR


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