Böhmdorfer für Ranner
Ex-ÖVP-Abgeordnete wechselt Verteidiger./ Regierung vertagt Schulschließungen./ Voves lässt Schröck per Video grüßen.

Foto © APAHella Ranner
Bewegung kommt in den Fall Hella Ranner, die nun zur Anwaltskanzlei von Dieter Böhmdorfer gewechselt hat. Zuletzt war der ehemalige Justizminister (FPÖ) als Verteidiger von Uwe Scheuch (FPK) in den Schlagzeilen ("Part of the Game"-Affäre). Ranner, Grazer EU-Abgeordnete (ÖVP), hat bekanntlich nach Konkurs ihrer Firma (Volumen 7,1 Millionen Euro) und schweren Anschuldigungen ihres ehemaligen Arbeitgebers ihr Mandat zurücklegen müssen. Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt wegen Untreue und Betrugs und harrt des Abschlussberichts des Landeskriminalamts Steiermark, wie Sprecher Hansjörg Bacher bestätigt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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Überraschend nicht beschlossen hat am Donnerstag die Landesregierung die Schulreform. Man vertagte auf kommenden Donnerstag. Offizieller Grund: Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann (SP) und Kollegen möchten der FPÖ mit Gerhard Kurzmann noch Zeit geben, die umfangreichen Maßnahmen zu studieren. Die Blauen reagieren verwundert, da die "selbst ernannten Reformpartner sonst nicht so diplomatisch agieren". Die Schulschließungen lehne man ohnehin ab.
Inoffiziell heißt es, dass die Regierungsakten für die Reform der Fach- und Berufsschulen nicht rechtzeitig fertig waren. Aufgeschnürt werde das Bildungsreformpaket aber nicht.
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Der große Parteitag der Grazer SPÖ wird morgen, Samstag, ohne Landeshauptmann Franz Voves über die Bühne gehen. "Als Sportreferent des Landes muss er beim Schifliegen am Kulm natürlich dabei sein", heißt es. Aber: Die designierte Graz-Chefin Martina Schröck wird eine Videobotschaft von Voves erhalten. "Ich stehe voll hinter ihr", sagt Voves. "Wir wollen auch in Graz wieder erfolgreich sein. Das Potenzial ist da, das hat ja die Landtagswahl gezeigt."
Im anhebenden Wahlkampf - Graz wählt im Jänner 2013 - wird Voves zwar präsent sein, aber nicht über Gebühr. Obwohl die Grazer SPÖ-Spitze - Spitzenkandidatin Schröck und Neo-Kulturstadtrat Michael Grossmann - den Wählern relativ unbekannt ist, soll Voves nicht als Zugpferd dienen. "Ich werde bei dem einen oder anderen Termin unterstützend dabei sein, aber: Zur Wahl steht die Grazer SPÖ, nicht der Landeshauptmann", so Voves. Schröck selbst verweist auf den missglückten Versuch der ÖVP: Beim Landtagswahlkampf sollte die Strahlkraft des Bürgermeisters Siegfried Nagl genutzt werden - die Strategie ging in die Hose und die VP schnitt gerade in Graz schlecht ab. T. ROSSACHER, G. WINTER

















