Anrainer-Protest gegen "zu dichte Verbauung"
Bebauungsplan für Wohnprojekt zwischen Oeverseegasse und Lazarettgasse stößt bei Nachbarn auf heftige Kritik. Sie sprechen von einer "zu dichten Verbauung" für dieses Gebiet und wollen eine Aufsichtsbeschwerde beim Land einbringen.

Foto © WIEHN ARCHITEKTUR So ähnlich soll die geplante Verbauung des Hofbereichs in der Oeverseegasse aussehen
Gegen die geplante Errichtung eines aus mehreren Blöcken bestehenden Wohnbaus mit knapp 100 Wohnungen im Bereich Oeverseegasse/Lissagasse/Lazarettgasse wird von den Anrainern massiv gekämpft. Sie sprechen von einer "zu dichten Verbauung" für dieses Gebiet und wollen eine Aufsichtsbeschwerde beim Land einbringen, sollte der Gemeinderat nächste Woche den Bebauungsplan beschließen.
"Mit diesem Bebauungsplan verstößt die Stadtplanung sowohl gegen den Flächenwidmungsplan, weil die erlaubte Dichte von 1,4 für dieses Gebiet weit überschritten wird, als auch gegen das Stadtentwicklungskonzept. Statt den Innenhof zu schützen, lässt man ihn verbauen", kritisiert Anrainersprecherin Elisabeth Lechner. Man befürchte durch diese Verbauung eine starke Beschattung der bestehenden Wohnungen und eine unzumutbare Lärmbelästigung. Lechner: "Dadurch werden unsere Wohnungen stark entwertet."
Während der Auflage des Bebauungsplanentwurfs im Sommer des Vorjahres wurden deshalb auch von rund 40 Nachbarn Einwendungen dagegen eingebracht. Man habe aber bis heute keine offizielle Stellungnahme bekommen, ob die Einwendungen entsprechend sorgsam behandelt wurden. Und auch die Einsicht in den überarbeiteten Bebauungsplan sei nicht möglich gewesen, befürchtet Lechner Schlimmes. Die Forderung der Anrainer ist eine Verringerung der Baublöcke um drei Geschoße.
Der Bauwerber habe ja schon einer Reduktion um zwei Geschoße zugestimmt. Das sei auch den Nachbarn kommuniziert worden, berichtet Thomas Rajakovics als Sprecher des für die Stadtplanung zuständigen Bürgermeisters Siegfried Nagl. Man bleibe deutlich unter der maximal zulässigen Dichte. Diese Verdichtung sei übrigens keine schlechte Lösung für dieses Gebiet. Die Blöcke ersetzten ja nur die Gebäude einer Schlosserei und es werde nachher mehr Grün geben als jetzt.















