Lohndumping: Scharfe Kontrollen auf dem Bau
45 Anzeigen wegen Lohndumpings gab es allein in der Steiermark. Das seit Juli geltende Verbot, Löhne bar auszubezahlen, habe deutliche Verbesserungen im Kampf gegen Schwarzarbeit gebracht, so Muchitsch.

Foto © LEODOLTER Muchitsch: keine Arbeitsplätze gefährden
GRAZ. Zwar sehe er die Notwendigkeit für die Schuldenbremse, sagte der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Beppo Muchitsch und er stehe auch dazu. Aber in seiner Funktion als Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz werde er ganz genau darauf achten, dass über Kürzungen beim Ausbau der Infrastruktur nicht Arbeitsplätze gefährdet werden. Denn dabei bestünde die große Gefahr, dass aus einem Gutteil der derzeit saisonbedingt 11.000 Arbeitslosen Dauerarbeitslose würden, das werde man mit aller Kraft bekämpfen.
Ein wichtiger Punkt dabei sei die von der EU bis Jahresende verlängerte Möglichkeit, Bauprojekte unter einer Million Euro nicht EU-weit, sondern nur eingeschränkt auszuschreiben, das helfe der heimischen Bauwirtschaft, so Muchitsch. Gleichzeitig gebe es strenge Kontrollen über Lohn- und Sozialdumping, 2011 seien 375 inländische und 63 ausländische Firmen kontrolliert worden, 45 von ihnen seien wegen "Unterentlohnung" angezeigt worden. Aber auch das seit Juli geltende Verbot, Löhne bar auszubezahlen, habe deutliche Verbesserungen im Kampf gegen Schwarzarbeit gebracht.
Muchitschs Wunsch, die Wohnbauförderung sollte nicht nur aufrechterhalten bleiben, sondern künftig wieder zweckgebunden werden, dürfte ein frommer bleiben: Das Geld vom Bund ist in vielen Landeshaushalten bereits fix verbucht.















