Jubel für Barbara Moser und die IX. Symphonie
Silvesterkonzert im Stephaniensaal: ein Erfolg.
Alois J. Hochstrasser, sein Grazer Concertchor, der Concert-Jugendchor, solide Solisten und die Pannonische Philharmonie hatten kaum interpretatorische Probleme, ihr Publikum im vollen Stephaniensaal zufriedenzustellen.
Barbara Moser bewies in Ludwig van Beethovens 1. Klavierkonzert C-Dur, op. 15, dass sie aus diesem virtuosen Paradestück durchaus tiefer gehende Kadenzen-Delikatesse zu holen weiß. Und sich, fest verwurzelt in der Wiener Tradition von Friedrich Gulda bis Heinz Medjimorec, durchaus getrauen kann, in den Kadenzen "Freude, schöner Götterfunken", "O wär' ich schon mit dir vereint" und schließlich gar das "Vogelhaus" aus der "Fledermaus" pianistisch zu variieren. Humor hat die ausgezeichnete Pianistin also auch noch.
Diesem animierten Beginn ließ Hochstrasser eine abgeklärte Interpretation von Ludwig van Beethovens neunter Symphonie folgen, in der ihm besonders fein etwa der auf Bruckner vorausdeutende Urnebel-Quintenklang des 1. Satzes geriet und Celli und Kontrabässe mehrfach brillierten.
Solistisch dominierte die russische Sopranistin Anna Princeva. Der steirische Bassbariton Mathias Hausmann und der ungarische Tenor Tamás Daróczi hatten da schon mehr Mühe in der Höhe. Sicher und instrumental geführt der Alt der Ungarin Jutta Bokor.
















