Gebühren klettern im neuen Jahr nach oben
Müll, Kanal: 2012 werden diverse Abgaben "angepasst" und daher teurer. Steigen werden auch die Strom-, Bus- und Tram-Tarife. Außerdem zur Kasse gebeten werden die Grazer bei der Fernwärme.

Foto © LEODOLTER Wie dieser Kanalarbeiter steigen auch die Gebühren nach oben: von 165,60 auf 170,40 Euro pro WC in Graz
Den Jahreswechsel wird Graz noch gebührend feiern. Kein Grund zu feiern sind die mit Jahresbeginn im Frühjahr beziehungsweise Sommer steigenden Gebühren und Tarife. Konkret:
Kanal. Diese Gebühr steigt nächstes Jahr von 165,60 auf 170,40 Euro pro Toilette (bis zu einem Wasserverbrauch von 120 m³ pro Jahr). Der Wassermehrverbrauch - bisher 0,92 Euro pro Kubikmeter - wird wiederum mit 0,95 Euro berechnet (zuzüglich zehn Prozent Umsatzsteuer).
Müll. Die Anpassung mit 1. Jänner 2012 liegt zwischen 2,4 und drei Prozent. Beispiel: Wer eine 120-Liter-Tonne alle 14 Tage entleeren lässt, wird dafür statt 202,80 künftig 208,80 Euro zahlen.
Hunde. Hundehalter werden nach der kräftigen Abgabenerhöhung heuer - 43 Euro, ein Plus von 3,76 Euro - im nächsten Jahr erneut zur Kasse gebeten. Die "Vierbeinersteuer" schnellt auf jährlich 47 Euro hinauf.
Strom. Analog zur Energie Steiermark zieht die Energie Graz mit 1. März 2012 eine Anpassung durch. Ein Plus von 4,5 Prozent bedeutet für den Endverbraucher eine um durchschnittlich 28 Euro höhere Jahresrechnung. Bei der Estag sind es knapp 27 Euro.
Fernwärme. Der zweite Schritt der Tariferhöhung bei der Energie Graz wird am 1. Juni 2012 erfolgen. "Das ist mit der Preisbehörde so besprochen", betont Geschäftsführer Gert Heigl. Für den Kunden wird die Jahresrechnung um durchschnittlich 60 Euro höher als bisher ausfallen.
Bus und Tram. Angesichts steigender Treibstoff- und Energiepreise werden die steirischen Verkehrsunternehmen auch 2012 von ihrem Recht Gebrauch machen und die "Öffi"-Tarife anheben. Mit 1. Juli sind teils saftige Steigerungen zu erwarten, was am hohen Verbraucherpreisindex liegt, an dem sich die Tariferhöhung orientiert. Derzeit geht man von einer Tariferhöhung von mehr als fünf Prozent aus. Da die Jahreskarte schon heuer empfindlich teurer geworden ist (352 statt 336 Euro in Graz), wird es 2012 vermutlich die Gelegenheitsfahrer treffen: Die Stundenkarte soll zwei Euro (bisher 1,90) kosten.
Gering höhere Tarife sind im ersten Halbjahr 2012 zudem beim Wasser und bei der Bestattung zu erwarten, bestätigt Holding-Graz-Vorstand Wolfgang Malik.
Höchstwahrscheinlich wird das Land der Stadt auch gestatten, die Strafe für Falschparken in der Kurzparkzone und den Zonen am Stadtrand von derzeit 21,80 auf 24 Euro zu erhöhen. Grünes Licht sollte es zudem für eine höhere Bauabgabe, wie sie sich VP-Finanzstadtrat Gerhard Rüsch wünscht, geben.
















