Die Cobra als "Hausbesetzer"
Blinder Alarm um Hausbesetzung im Grazer Gürtelturm. Das Ganze entpuppte sich schließlich als Übung der Polizei-Spezialeinheit Cobra. Das Gebäude steht seit der Übersiedlung der Landesdirektion der Wiener Städtischen 2009 leer.

Foto © Scheriau/SujetZerschlagene Fenster und andere Beschädigungen am Gürtelturm verwirren derzeit Passanten
Zahlreiche Fenster sind kaputt, Fassadenteile fehlen, riesige Graffitis sind angebracht und Menschen in Kapuzenjacken turnen am Geländer der Terrassen herum. Aha! Eine Hausbesetzung vor Weihnachten. Das dachten sich viele, die in den letzten Tagen am schon vor längerer Zeit von der Wiener Städtischen verlassenen Gürtelturm vorbeikamen.
Von einem Leser aufmerksam gemacht, fragten wir bei der Polizei nach, ob etwas über eine Hausbesetzung bekannt ist. "Eigentlich nicht. Wenn den Gürtelturm jemand besetzt hat, dann sind wir es", hieß es. Tatsächlich wurde dieses leer stehende Gebäude am Eggenberger Gürtel der Cobra und anderen Einsatzorganisationen für Übungszwecke zur Verfügung gestellt.
Das 1975 nach Plänen von Architekt Günther Krisper errichtete Gebäude, das im Volksmund der dortigen Großkreuzung den Namen gegeben hat, steht ja seit der Übersiedlung der Landesdirektion der Wiener Städtischen in die Münzgrabenstraße im Jahre 2009 leer. 2006 erwarb die SOB das Haus und verkaufte es später an die Max Projektentwicklungsgesellschaft von Harald Fischl. Im heurigen Mai kündigte Fischl den Beginn der Sanierung für Juni an. Noch steht aber das Projekt. Für eine Stellungnahme war Fischl am Dienstag nicht erreichbar.
















