Ein Gerücht und viele Verletzte
Der SK Sturm kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen. Das Gerede, das Sturms Hauptsponsor aus dem Vertrag aussteigen will, ist falsch. Am Samstag in Ried fallen zehn Grazer Spieler aus.

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Nach dem Theater um die gescheiterte Vertragsverlängerung von Trainer Franco Foda und der Wiederversöhnung zwischen dem Coach und Präsident Gerald Stockenhuber rückt nun der Fall "Heinz Palme" in den Mittelpunkt. Zudem gab es das Gerücht, dass Sturms Hauptsponsor keine Lust auf eine weitere Zusammenarbeit haben soll. Dem ist nicht so.
Die Versöhnung. Ehrlich und korrekt ist das Vieraugengespräch zwischen Franco Foda und Präsident Gerald Stockenhuber am Tag vor der 1:3-Niederlage gegen AEK Athen abgelaufen. "Ich wollte keinen Machtkampf und auch keine Schlammschlacht. Die Aussprache ist mir am Herzen gelegen. Wir haben einige Dinge ausgeräumt", sagt Foda. Die Vertragsverlängerung war in diesem Gespräch kein Thema, es ist lediglich um diverse Aussagen in den vergangenen Tagen gegangen. Stockenhuber sprach davon, dass man nach dem letzten Spiel in Ruhe in die Weihnachtsferien gehen wird.
Der Fall "Heinz Palme". Eine Schlammschlacht könnte im Fall "Heinz Palme", der als Geschäftsführer bei Sturm im Gespräch gewesen ist, drohen. Palme hat nach Rücksprache mit seinem Anwalt (es ist jener Advokat, der Christian Schmölzer gegen Sturm vertreten hatte), einigen Medien E-Mails zur Verfügung gestellt, die zwischen Palme und Sturm-Vorstandsmitgliedern verfasst wurden. Sämtliche E-Mails sind auf www.kleinezeitung.at/sturm zu finden. Warum geht Palme an die Öffentlichkeit? "Dies mache ich deshalb, weil noch immer widersprüchliche Aussagen und Auslegungen dazu kolportiert werden. Ich kann es nicht zulassen, dass durch Falschmeldungen an meiner Reputation gekratzt wird", teilte Palme in einem Mail mit. Sturms Vizepräsident sagte dazu: "Es ist ein schwebendes Verfahren. Ich will und kann dazu im Moment nichts sagen."
Das Logo. Lange hat man nichts gehört vom Hauptsponsor des SK Sturm. Der Geldgeber hat sich in die Diskussion ob der Entfernung des Sponsorlogos im Vereinswappen, wie von einigen Sturm-Fans gefordert, nie eingemischt. Dabei bleibt es auch. Das Gerücht, dass der Hauptsponsor aussteigen möchte, ist schlichtweg falsch. Richtig ist, dass es gestern zu einer Bestandsaufnahme zwischen der Brauunion und Sturm gekommen ist, mehr auch nicht. Es wurde weder über einen Ausstieg des Geldgebers beziehungsweise eine Vertragsverlängerung gesprochen.
Die Mannschaft. Die Europa League wurde mit der 1:3-Niederlage gegen AEK Athen erfolglos beendet. Die Einstellung vor der Pause hat nach Ansicht von Foda nicht gepasst. Die sehr laute Kabinenansprache zeigte Wirkung, das Sturm-Spiel wurde allerdings nicht mit Toren belohnt. So blieb in der Gruppe L nur der vierte und letzte Platz. Morgen, Samstag, in Ried soll der Herbstdurchgang positiv abgeschlossen werden. Ein Remis beim Herbstmeister ist als Erfolg zu werten. Im letzten Spiel des Jahres fehlen Sturm zehn Mann. Szabics, Gratzei, Hölzl, Säumel, Feldhofer, Foda, Neuhold, Dudic, Muratovic und Kienast (gesperrt). Klem (Wade) und Weber (krank) sind angeschlagen. Foda: "Jetzt pfeifen wir wirklich aus dem letzten Loch." Aufgrund der langen Liste von Ausfällen sieht der Trainer seine Mannschaft morgen in Ried in der Außenseiterrolle.
















