Klangfinessen in der Synagoge
Drei geglückte Uraufführungen für die Kultusgemeinde.
GRAZ. Die Altmeister Karl Haidmayer, Franz Nono Schreiner und der junge Wahl-Steirer Henrik Elias Sande widmeten der Kultusgemeinde gediegene neue Kompositionen. Bekannt konzis, musikantisch und in einem brillanten tänzerischen Finale gipfelnd, war "Schive we Simche" von Karl Haidmayer ein echter sinfonischer Coup für große Bläser-besetzung und klangschwelgerische Streicher.
Tiefernst dann Aaron Matzners Text "Erev", den Franz Nono Schreiner tonal überzeugend, in fast magische Streicherglissandi gebettet, der intensiven Mezzosopranistin Anna Charim anvertraute.
Zum Finale überzeugte der Norweger Henrik Elias Sande mit seinem kantatenartigen "Eljam - Nuach Adam El, Eli Levi". Die in Wien ausgebildete Grazerin Anna Charim und der Rezitator Harald Hofmeister interpretierten die etwas hermetischen Texte in Hebräisch und Deutsch. Aus diesem tief geladenen Werk blieben die Geigensoli von Mykhaylo Zakharov und die Finessen des Streicherchors besonders im Gedächtnis.
Das Grazer Universitätsorchester unter seinem jungen Chefdirigenten Andrey Skorobogatko machte mit Nachdruck auf sich aufmerksam.
Nur schade, dass der ORF einen Mitschnitt versäumte.














