Spielschulden: Grazer beging 28 Einbrüche
Sechs Monate lang brach ein 30-jähriger Grazer in Wohnungen, Wohnhäuser, Arztpraxen und Blumengeschäfte ein. Der Mann, der bisher unbescholten war und einer geregelten Beschäftigung nachging, gab als Motiv seine Spielsucht an.

Foto © Gernot Eder
Unbescholten, berufstätig und unauffällig: Nicht einmal Freunde und Verwandte haben etwas von der Spielsucht und den daraus resultierenden Machenschaften des Grazers (30) bemerkt. "Für uns ist er ein Einbrecher der anderen Art", sagt ein Ermittler des Grazer Kriminalreferats, Fachbereich 2.
Einbruchsversuch
Einem Zeugen war der 30-Jährige aufgefallen, als er vorige Woche vor einem Friseurgeschäft in Graz-Mariatrost auffällig auf und ab ging. Als die alarmierten Beamten der Polizeiinspektion Riesplatz am Tatort ankamen, konnten sie den Verdächtigen bei einem Einbruchsversuch festnehmen.
In seinem Auto hortete der Grazer zahlreiche Beutestücke, die er bei Einbrüchen seit Anfang Juni gestohlen hatte, darunter Uhren und Schmuck. Gegenüber den Ermittlern legte der 30-Jährige ein umfassendes Geständnis ab. "Der Mann wollte damit einen Schlussstrich ziehen. Insgesamt hat er 28 Einbrüche in Graz zugegeben", so der Ermittler. Der Gesamtschaden der Einbrüche beläuft sich auf 80.000 Euro, allein der Wert der Beute beträgt rund 67.000 Euro. Damit wollte der Spielsüchtige seine Schulden zu begleichen. "Einen Spielsalon hat er aber nie von innen gesehen", schildert der Ermittler. Der 30-Jährige hatte über sein Handy im Internet Sportwetten abschloss und um Geld gepokert.
















