Interessante Geldflüsse beim GAK
GAK: Justiz und Beschuldigte arbeiten die Ereignisse auf. 20.000 Euro sollen geflossen sein. Geredet wurde über noch höhere Beträge. Ein Flop war die Jagd nach angeblichen Beweisen für ein "Gegengeschäft" mit der Anklage.

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Im GAK-Krimi wurde in den letzten Wochen ein spannendes Kapitel geschrieben. Mit zwei Verhaftungen, der Telefonüberwachung von vier Beschuldigten und dem Rücktritt eines Verteidigers. Übrig geblieben ist viel Lesestoff für Ankläger, Gegenseite und Gerichtsgutachter. Es gibt neue Fragen, interessante Hintergründe und wiederholte Vorwürfe. Der "Spielbericht":
"GAK neu"
Ausgeborgt. Ex-GAK-Präsident Peter Svetits soll von einem Ex-Funktionär und Berater der nun beschuldigten Chefetage 20.000 Euro erhalten haben. Die Justiz glaubt, dass damit auch die finanzielle Unterstützung für die ehemalige GAK-Buchhalterin (46) geleistet worden sein könnte. Svetits erklärt, sich vom Funktionär nur privat Geld ausgeborgt zu haben. "Das hat mit der GAK-Sache nichts zu tun." Eine Gegenleistung die rund 3000 Euro, mit der ihr geholfen hat, hat er von der Ex-Buchhalterin nie verlangt.
Ausgesagt. Die Gegenleistung in Form eines "Freibriefs" von der gut informierten Angestellten für andere Beschuldigte hat es laut Auskunft vieler Beteiligter nicht gegeben. Im Gegenteil: Vor wenigen Wochen soll die Frau (erneut) ausgesagt haben, dass der Verein damals mit Schwarzgeld operiert hätte. Ein Teil der Kartenerlöse soll schwarz bei den Spielern gelandet sein. Svetits, Nachfolger Rudi Roth und andere haben das mehrmals dementiert.
Überlegt. Kein Geheimnis ist, dass die Ex-Angestellte des GAK heuer wegen Untreue vor Gericht standen ist. Es ging um mehr als 250.000 Euro. In diesem Zusammenhang soll die Frau mehrere Personen gebeten haben, ihr finanziell zu helfen - auch im GAK-Umfeld. Umgekehrt soll die Justiz über Informationen verfügen, wonach im Kreis der ehemaligen Klubführung überlegt worden ist, wie man der 46-Jährigen eventuell helfen könnte. Kolportiert werden Beträge von bis zu 300.000 Euro. Derartige hohe Beträge sind aber nicht geflossen.
Vielmehr haben Betroffene ausgesagt, dass es - auch von Ex-GAK-Präsident Roth - kein Geld gab. Und kein eindeutiges Angebot, die Frau zu "kaufen."
Geprüft. Sehr wohl gab es das Anbot, eine Liste mit angeblichen Schwarzgeldzahlungen von der Ex-Buchhalterin prüfen zu lassen. 100 Euro die Stunde, offiziell und gegen Rechnung, sollte die 46-Jährige erhalten. Svetits hat das bestätigt. Denn nicht nur er hegt Zweifel an Berechnungen der Finanz, wonach beim GAK Abgaben über 4,5 Millionen Euro hinterzogen worden sind. Die Frau sah sich gewisse Unterlagen auch an: Eine Rechnung stellte sie allerdings nicht.
Gehofft. Wie aus weiteren Unterlagen hervorgehen soll, hoffte eine Gruppe ehemaliger Vereinsvertreter vor allem eines: Sie wollte der Justiz ein Gegengeschäft mit der Ex-Buchhalterin nachweisen. Die fiktive Rechnung: Ein mildes Urteil im Untreueprozess gegen schwere Vorwürfe im Fall GAK. Man spekulierte, schriftliche Beweise für Derartiges zu bekommen, um damit groß an die Öffentlichkeit gehen zu können. Diese Hoffnung sollte sich zerschlagen. Für alle Personen gilt die Unschuldsvermutung.

















