So kommt Leben ins neue Viertel
Vor einer Woche öffnete das Joanneumsviertel seine Pforten. Wir ziehen die Start-Bilanz und fühlen vor, was man sich in Zukunft erwarten darf.
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1. Wie viele Besucher hatte das Joanneumsviertel in der Startwoche?
ANTWORT: Laut Markus Rieser (Leiter Joanneum-Besucherservice) kamen 6500 Besucher in der ersten Woche.
2. Im Eingangsbereich war es während der ersten Tage empfindlich kalt, auf eine Luftschleuse wurde offenbar vergessen. Wird das behoben?
ANTWORT: Architekt Gerhard Eder (eep architekten) gibt "anfängliche technische Probleme" zu. "Jetzt funktioniert der Torluftschleier aber einwandfrei."
3. Im Gegensatz zu jenen in Schloss Eggenberg oder dem Kunsthaus ist der Museumsshop im neuen Viertel uninspiriert. Wird hier nachgebessert bzw. wird er eine eigene Kassa erhalten?
ANTWORT: Shop-Leiter Claus Sondergelt: "Der Shop wird keine eigene Kassa erhalten, aber die Shop-Kassa am Infopoint wird besser gekennzeichnet werden." Sonst sieht man offenbar keinen Handlungsbedarf.
4. Welche Programmpunkte sind in nächster Zeit geplant?
ANTWORT: "Im Herbst 2012 findet eine große Thöny-Ausstellung statt", freut sich Joanneum-Geschäftsführer Wolfgang Muchitsch. Das komplette Jahresprogramm wird aber erst kommende Woche präsentiert.
5. Wird man die Häuser aus dem eigenen Bestand befüllen? Wie oft wird hier gewechselt?
ANTWORT: Sowohl als auch. Im Bruseum werden die Ausstellungen laut Muchitsch "aus restauratorischen Gründen oft wechseln - hier werden wir Brus' Arbeiten Werke jüngerer Künstler gegenüberstellen". Es soll aber auch attraktive Sonderausstellungen geben, für die Leihgaben aus aller Welt geholt werden.
6. Wann eröffnet das Naturkundemuseum?
ANTWORT: Die Eröffnung ist für März 2013 geplant.
7. Ist der Adventmarkt nur eine Übergangslösung oder soll er institutionalisiert werden?
ANTWORT: Bislang besteht der neue Weihnachtsmarkt aus nur sechs Standln. Auch wenn sich Graz-Tourismus-Chef Dieter Hardt-Stremayr eine Vergrößerung wünscht, ist vom Joanneum bislang kein Ausbau für Dezember 2012 geplant.
8. Wie wird der Platz genutzt werden? Sollen hier Veranstaltungen stattfinden?
ANTWORT: Auf dem Platz im Joanneumsviertel werden laut Joanneum "verschiedenste Veranstaltungen" stattfinden.
9. Wird es eine Neuauflage der Klassik-Reihe "Serenata" im Innenhof Raubergasse geben?
ANTWORT: Für 2012 gibt es laut Gabriela Filzwieser vom Joanneum-Veranstaltungsmanagement noch keine Vereinbarung mit dem Veranstalter Styriarte, "wir können uns aber vorstellen, diese nächsten Sommer im neuen Joanneumshof zu veranstalten, da sich das Gebäude Raubergasse da noch im Bau befindet".
10. Für eine Touristenattraktion mangelt es akut an Parkplätzen für Busse. Gibt es dafür Strategien?
ANTWORT: Die nächsten Dauerparkplätze für Busse befinden sich am Burgring und bei der Oper, am Andreas-Hofer-Platz ist lediglich eine Ein- und Aussteigestelle. Das Joanneum wünscht sich einen Parkplatz in der Nähe.
11. Die Gastronomie fehlt noch. Was ist hier geplant?
ANTWORT: Im März 2012 eröffnet die Brauerei Murauer ein Bistro mit Spezialitäten aus den Wirkungsstätten Erzherzog Johanns.
12. Kommt die Fußgängerzone rund ums Joanneum?
ANTWORT: Bürgermeister Siegfried Nagl will nach Weihnachten ein Treffen mit allen Beteiligten. Sein Ziel: die Schmiedgasse ohne Radfahrer, eine Fußgängerzone mit Radlern in der Raubergasse und die Verkehrsberuhigung der Kalchberg- und Landhausgasse: "Die Grazer sollen diesen Platz genießen können."
13. Macht das neue Viertel Graz touristisch attraktiver?
ANTWORT: "Das innerstädtische museale Angebot stärkt nicht nur unsere Kulturhauptstadt-Kompetenz, sondern auch unsere Indoor-Kompetenz", so Graz-Tourismus-Direktor Dieter Hardt-Stremayr: "Das hilft uns gerade in der kalten Jahreszeit enorm."
14. Welches Potenzial hat der Stadtteil Joanneumsviertel?
ANTWORT: "Mit dem Bauvorhaben am Andreas-Hofer-Platz erfährt er eine enorme Aufwertung. Das Viertel ist stark in Bewegung", so Stadtbaudirektor Bertram Werle.

















