Sturms Erkenntnis: Die anderen waren einfach besser
Lok Moskau und Anderlecht waren eine Nummer zu groß. Das Europa-League-Abenteuer ist für Meister Sturm nach dem 1:3 in Moskau wieder zu Ende. "Wir waren immer einen Schritt zu spät", analysiert Trainer Foda.
Quelle © sturmanalyse_digi111202.jpg | Foto: KLZ Digital Sturm Graz vs. Lok Moskau: "Sie waren zu brav"
Die Reisezeit ist für Sturm zu Ende. Das 1:3 bei Lok Moskau war das letzte Auswärtsspiel der Europa-League-Gruppenphase. Bleibt nur noch ein Match: Das Heimspiel gegen AEK Athen. Am 14. Dezember könnten die Grazer mit einem Sieg das Ergebnis von 2009 (vier Punkte) übertreffen.
Und was haben die Schwarz-Weißen bisher auf internationaler Ebene gezeigt? "Wir haben in jedem Match über weite Strecken mitgehalten", sagt Trainer Franco Foda. Individuelle Fehler haben aber zum Beispiel einen Punktegewinn in den Heimspielen gegen Moskau (1:2) und Anderlecht (0:2) verhindert. Auch in Belgien waren die Grazer nicht chancenlos und am Donnerstag in Moskau waren sie einfach zu brav. "Außerdem hatte Lok den Brasilianer Maicon. So einen Spieler gibt es in ganz Österreich nicht. Jemand wie er macht einfach den Unterschied aus", sagt Foda. Was Maicon für Lok ist, ist Guillaume Gillet für Anderlecht. Sturm setzt nicht auf Ausnahmekönner, sondern auf das Kollektiv. Und dieses hat im Herbst nicht wie gewohnt funktioniert: Milan Dudic, Darko Bodul und Jürgen Säumel konnten erst im Laufe der Saison verpflichtet werden. Dazu ist der Verletzungsteufel ständiger Begleiter der Mannschaft - von Wehwehchen bis zu notwendigen Operationen war alles dabei.
Trotzdem haben die Grazer immer gekämpft und sich in Athen mit einem 2:1-Sieg selbst belohnt. Thomas Burgstaller und Mario Haas drehten die Partie in der Nachspielzeit. Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass für Sturm in der Europa League alles passen muss, um in die Runde der letzten 32 aufzusteigen: dazu braucht es die stärkst mögliche Formation, aufmerksame Fußballer, denen keine unnötigen Fehler passieren und das nötige Spielglück.
Zwei Verletzte
Gar nicht erfreulich haben sich die Fans präsentiert. Nach dem Spiel in Moskau kamen russische Anhänger zum Hotel, beide Seiten provozierten einander. Kurze Zeit später lagen Scherben in der Hotel-Lobby und Stühle verkehrt an der Bar. Bilanz: ein gebrochener Arm und eine Gehirnerschütterung auf Seiten der Grazer Fans.















