Die Hallen werden zu klein
Racketlon-WM in Wien brachte schöne Erfolge für die Grazer.
RACKETLON. Dass die Weltmeisterschaft der Schläger-Virtuosen in Wiener Neudorf mit 405 Teilnehmern aus 25 Nationen zur größten Veranstaltung dieser Sportart werden würde, war schon vorher klar. Doch der Bewerb selbst zeigte, dass die Infrastruktur in Österreich kaum noch mit den vielen Spielern, die den Vierkampf aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis bestreiten, mithalten kann. So musste auch der Titelverteidiger im Bewerb M55, Michael Karacsonyi aus Graz, für die ersten beiden Runden in das Budocenter in Wien ausweichen. "Das war sicher ein bisschen schade, denn dort kam nicht so eine WM-Stimmung auf wie in Wiener Neudorf. Aber es ist auf der anderen Seite eine Auszeichnung für so eine junge und unbekannte Sportart, wenn die Hallen schon zu klein werden. Das hätten wir vor ein paar Jahren nicht erwartet", sagt Karacsonyi, Spieler des 1. VfR Graz. Seinem Unternehmen Titelverteidigung tat der Ausflug keinen Abbruch. Karacsonyi marschierte ins Finale durch, wo er den Tschechen Jaroslav Schwan mit 15 Punkten Vorsprung bezwang. "Dabei war ich diesmal viel nervöser, weil man als Titelverteidiger schon mehr Druck verspürt", sagt der Sportlehrer.
Im U16-Bewerb gab es eine zweite Medaille für einen Grazer, Georg Stoisser holte Silber, er verlor im Finale gegen den Wiener Kris Krawczewicz. Den Titel bei den Herren gewann der Schotte Calum Reid.
Am Rande der WM gab es auch eine medial viel beachtete Exhibition, in der auch Jürgen Melzer und Chen Weixing (sie ersetzten kurzfristig Stefan Koubek und Werner Schlager) zum Schläger griffen. RAIMUND HEIGL














