Pensionistin vererbt "Arche Noah" 2,4 Millionen Euro
Grazer Pensionistin zeigte sich mit ihrem Letzten Willen mehr als großzügig. Dank dieser Riesensumme ist das größte steirische Tierheim, die "Arche Noah", nun schuldenfrei.

Foto © Jürgen Fuchs
Es ist der Stoff, aus dem die Träume aller Tierheimbetreiber sind - und wohl nicht nur ihre. Sage und schreibe 2,4 Millionen Euro (!) hat eine verstorbene Grazerin dem steirischen Tierheim "Arche Noah" vermacht. Diese frohe Botschaft gab der Präsident des Aktiven Tierschutzes Steiermark, Herbert Oster, kürzlich bei der Jahreshauptversammlung des Vereins bekannt.
Dank dieser Summe ist das Tierheim nun schuldenfrei - und nicht nur das: Der Finanzbericht, nachzulesen auf der Homepage der "Arche Noah", verzeichnet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 1,995.109,38 Euro, also rund zwei Millionen Euro.
Den Geldsegen verdankt "Arche-Noah"-Präsident Herbert Oster einer verstorbenen Grazer Tierfreundin, einem Vorfall um einen herrenlosen Hund, der sich im Grazer Bezirk Leonhard zutrug - und einem Mitarbeiter der "Arche"-Tierrettung, der diesen Vorfall zur Zufriedenheit der Dame löste. Sie vermachte daraufhin dem Aktiven Tierschutz ihr Vermögen. Allerdings ist davon nicht mehr viel übrig.
"Wir haben den Großteil des Geldes dazu verwendet, unsere Kredite bei der Bank zu tilgen und Schulden beim Finanzamt und bei der Gebietskrankenkasse zu begleichen", dämpfte Oster den Jubel der spärlich erschienenen Vereinsmitglieder.
Überraschungen
Doch der Abend hielt noch weitere Überraschungen parat. Der Vorstand ließ sich absegnen, dass er künftig bei den Jahreshauptversammlungen nicht mehr nur für ein Jahr bestellt wird, sondern gleich für fünf Jahre. Viele der rund 25 Anwesenden hoben nicht die Hand. Also wurden Gegenstimmen abgefragt: keine. Als Nächstes wurde bekannt gegeben, dass Herbert Oster - Präsident auf Lebenszeit - nur noch einen statt drei Stellvertreter brauche: die bisherige Heimleiterin Sonja Lang. Damit wurde die bis jetzt gelebte Praxis auch in die Statuten übernommen.
Dritter offizieller Tagesordnungspunkt: die Wahl der Beiräte. Neu hinzu kommen David Richter vom Verein gegen Tierfabriken (VgT) und Tierschützer Niki Kulmer von der Tier-WeGe. Als Beiräte bestätigt wurden der Anwalt Franz Rasinger und Bernd Kloiber vom Landesreferat für Straßenverkehr. Als Schriftführer bestätigt wurde Staatsanwalt Wolfgang Fauland.
















