Mit weitem Blick
Dota Kehr alias die "Kleingeldprinzessin" schaut heute mit ihrer Band in Graz vorbei.

Foto © PrivatDota Kehr (32) und ihre Berliner Band bringen Album Nummer 8 mit
"Das große Leuchten" ist Ihr achtes Album, das in Ihrem eigenen Label Kleingeldprinzessin Records erscheint. Sie machen von Gestaltung bis Merchandising alles selber und lagern die CDs zu Hause. Wie schwer ist das?
DOTA KEHR: Am Anfang war es schwer, inzwischen geht es. Für mich überwiegen die Vorteile. Ich kann etwa frei entscheiden, wann die nächste CD kommt.
Werden Sie in Deutschland eigentlich im Radio gespielt?
KEHR: Selten, und wenn, dann von alternativen Sendern. Im Mainstream gar nicht.
Kritik an Konsum oder Globalisierung: Ihre Texte sind stets politisch. Für Sie Voraussetzung?
KEHR: Es lässt sich nicht vermeiden. Mir sind Texte, in denen es nur um Befindlichkeiten geht, zu trivial. Das engt den Blick ein. Voraussetzung ist ein emotionaler Bezugspunkt.
Es wirkt, als seien Sie die Stimme einer links-alternativen Bewegung. Versuchen viele, Sie einzunehmen?
KEHR: Ziemlich viele. Ich bekomme oft Anfragen für Parteiveranstaltungen, so etwas lehne ich ab. Genauso wie politische Statements auf der Bühne. Meine Lieder müssen ausreichen.
Diese Woche starteten Sie Ihr Tour durch Deutschland und Österreich. Sind Sie gerne auf Tour?
KEHR: Ja. Nur nicht, dass ich selber Auto fahren muss.
Sie haben Ihre Band Stadtpiraten mit dabei. Was ist der größte Unterschied zu Soloauftritten?
KEHR: Ich quatsche dann weniger auf der Bühne. INTERVIEW: JULIA SCHAFFERHOFER
Dota & die Stadtpiraten. Heute, 19.30 Uhr, Postgarage Graz. Weiters The Rosetti Sisters und Erwin R. & Band. Karten: Tel. (0 31 6) 72 29 37.
www.kleingeldprinzessin.de

















