Gewalt, Verzweiflung, Demut
Verdis Requiem in hochenergetischer Interpretation.
GRAZ. Eine hochdramatische, effektvolle Komposition ist Giuseppe Verdis Requiem, das der Verein Sakrale Musik Graz-Mariatrost in einer überzeugenden Interpretation darbot. Dirigent Fritz Lippe führte den Chor der Basilika Mariatrost und die Grazer Instrumentalisten inspiriert und mit nie nachlassender Spannung durch das Werk. Die Solisten Melba Ramos, Dshamilja Kaiser, Johannes Chum und Wolfgang Bankl setzten dem prächtigen Fundament von Chor und Orchester noch wahre Glanzlichter auf. Dass insgesamt nicht effektvolles Pathos, sondern menschliche Emotionen wie Verzweiflung, Angst und demütige Innigkeit im Vordergrund standen, begründete die Stärke und Tiefe des Abends.

















