45 Anzeigen nach Razzia in Grazer Disco
45 Anzeigen wegen Übertretung des Jugendschutzgesetzes gab es an nur einem Wochenende. Aktion scharf der Polizei vor dem Lokal Bollwerk am Weblinger Gürtel zeigt erste Resultate.

Foto © Jürgen FuchsBei einer Schwerpunktaktion der Polizei steht die Disco Bollwerk im Mittelpunkt: Es gibt zahlreiche Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz vor dem Lokal
Nächtliche Schüsse, zum Glück in die Luft, ein Streit mehrerer Männer eskaliert bis zum "Einsatz" von Messer und Eisenstange: Das Umfeld der Grazer Disco Bollwerk am Weblinger Gürtel geriet Ende Oktober wieder einmal in die Schlagzeilen. Das rief die Grazer Polizei auf den Plan: Seit Beginn des Monats sind das Bollwerk samt Vorplatz Orte gezielter Razzien im Rahmen einer polizeilichen Schwerpunktaktion bis Ende November.
Eine erste Zwischenbilanz zeigt ernüchternde Ergebnisse, sagt Polizeistadtkommandant Kurt Kemeter: "Allein an einem einzigen Wochenende gab es 45 Anzeigen wegen Übertretung des Jugendschutzgesetzes."
Diese Jugendlichen waren unter 18 und sind zu einer nicht mehr zulässigen Zeit vor der Disco angetroffen worden. "Ein Jugendlicher wurde sogar mit einem gefälschten Ausweis erwischt, der ihn älter machen sollte", schildert Kemeter.
Gravierend: Auch Verstöße gegen das Suchtmittelgesetz sowie teils massive tätliche Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen, meist mit Migrationshintergrund, hat die Polizei geahndet. Ein Problem, auf das man vor Ort häufig stößt: Viele junge Discobesucher fahren schon alkoholisiert mit Fahrzeugen zur Disco und dann wird vor der Diskothek noch einmal ordentlich "vorgeglüht".
Bollwerk-Chef Martin Fritz sieht die verstärkte Polizeikontrolle in und vor seinem Lokal positiv: "Wir kontrollieren ja die Ausweise und schicken die Jugendlichen unter 18 auch um halb zwei heim. Was sie dann vor dem Lokal machen, fällt aber nicht mehr in unseren Bereich." Fritz appelliert daher auch an die Eltern, ihre Kinder zur entsprechenden Zeit abzuholen.















