Fernwärme wird wieder teurer
Nach Juni im heurigen Jahr steigen die Preise auch 2012 um 4,4 Prozent.
Fernwärme ist "die einzige von der Politik geregelte Heizform", sagten VP-Bürgermeister Siegfried Nagl und die grüne Vize Lisa Rücker. Das war im Juli, als die beiden die Anschlusspflicht für Fernwärme in weiten Teilen des Stadtgebietes verkündet und um Verständnis dafür geworben haben.
Nun regelt die Politik den Preis tatsächlich. Im morgigen Gemeinderat wird eine neuerliche Preiserhöhung von 4,4 Prozent ab 1. Juni 2012 abgesegnet. Das ist die zweite Erhöhung binnen kurzer Zeit, die die Energie Graz durchführt: Erst im Juni heurigen Jahres legten die Preise um 4,6 Prozent zu. Damit steigt die Kilowattstunde von damals 4,9652 Cent auf 5,5752 Cent. Für eine Familie in einem Einfamilienhaus macht das im Schnitt 60 Euro an Mehrkosten im Jahr (bei einem Richtwert von 17.000 Kilowatt Jahresverbrauch).
Gert Heigl, Geschäftsführer bei der Energie Graz, begründet die Erhöhung vor allem mit den Investitionskosten in Leitungsausbau und -verdichtung von rund 13 Millionen Euro im Jahr.
Die KPÖ wird im Gemeinderat gegen die Erhöhung stimmen. Und sie kritisiert, dass der Punkt in einem "unverdächtigen" Tagesordnungspunkt "versteckt" wurde: Der Wirtschaftsplan, in dem die Erhöhung enthalten ist, verbirgt sich als Anhang im Stück mit Namen "Energie Graz - Richtlinien für die außerordentliche Generalversammlung". GERALD WINTER

















