Ohne Stars an der Spitze
Heute kann der ATSE Graz gegen Linz II die Führung ausbauen.
EISHOCKEY. Lange war die Nationalliga für den ATSE Graz kein Thema. Das West-Ost-Gefälle war zu eklatant und die notwendigen Legionäre nicht finanzierbar. Vor eineinhalb Jahren haben die Eggenberger den Schritt in die Nationalliga doch gewagt. Die erste Saison endete sensationell im Halbfinale. Heuer sind die Cracks von Trainer Martin Hohenberger nach zwölf Partien mit drei Punkten Vorsprung Erster.
Zwar greifen die Grazer auf zwei Slowenen und einen Kanadier zurück, doch die Offensivwaffen sind Österreicher. Franz Wilfan und Martin Pewal steuerten bereits 19 und 16 Punkte bei. "Ich wollte Österreicher mit Charakter. Genau diese Spieler habe ich bekommen, oder sie sind beim Klub geblieben", sagt Hohenberger, "ich brauche keine Superstars."
Auch der Anteil von Tormann Ales Sila am Erfolg ist groß: Der Slowene hat eine Fangquote von 90,48 Prozent. "Ich habe ein kompaktes Team. Nur gute Spieler sind aber zu wenig. Sie müssen an einem Strang ziehen", sagt der Trainer vor dem heutigen Heimspiel gegen Linz II (19.15 Uhr). "Wir dürfen nicht glauben, dass wir im Vorbeigehen drei Punkte holen." MARTIN MANDL














