Fehlende Größe
Die Verleihung des Menschenrechtspreises 2010 durch das Land ist zur peinlichen Posse verkommen. Im Jänner wurden die Preise drei Vereinen zuerkannt, die sich mit Hingabe, eigenem Geld und ehrenamtlichem Engagement für andere Menschen einsetzen. Im März ließen Landeshauptmann Franz Voves und Vize Hermann Schützenhöfer die Preisverleihung verschieben, inklusive Ausladung des prominenten Festredners Ludwig Adamovich. Die Stimmung angesichts der Diskussion rund ums Bettelverbot war ihnen zu explosiv. Dann passierte - nichts.
Auch wenn es jetzt, auf Nachfrage der Kleinen Zeitung, noch zu einem Termin für die Verleihung kommt: Mit diesem Vorgehen hat die Landesspitze jene Menschen brüskiert, die sie eigentlich auszeichnen wollte.
Wer einen Menschenrechtspreis vergibt, muss auch den Mut haben, sich selbst für eine mögliche Beschneidung der Menschenrechte - Bettelverbot - kritisieren zu lassen. Diese Größe haben hier Voves und Schützenhöfer vermissen lassen.
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