Kontrollor-Skandal: "Schwarz-Grün ist verantwortlich"
Der Druck auf die Holding Graz angesichts des Skandals um betrügerische Fahrscheinkontrollore der Firma Securitas steigt. Nun werden politische Konsequenzen gefordert.

Foto © Scheriau/Sujet
Nun wächst auch der Druck auf die Holding Graz angesichts des Skandals um betrügerische Fahrscheinkontrollore der Firma Securitas (die Kleine Zeitung berichtete). Verkehrsreferentin Lisa Rücker (Grüne) kündigte ja bereits an, in der nächsten Aufsichtsratssitzung der Holding Graz am 18. November den Kontrollor-Skandal thematisieren zu wollen.
Doch das ist KPÖ-Stadträtin Elke Kahr zu wenig: Sie fordert, dass die Fahrscheinkontrollen von Bus und Tram wieder von Bediensteten der Graz Linien durchgeführt werden. "Die Auslagerung dieser Tätigkeit an Parksheriffs hat sich als blamabler Fehlschlag erwiesen." Der Fall zeige zudem, dass Ausgliederungen Kosten nicht senken und kontraproduktiv seien.
Aber bei der Holding bleibt man dabei: Die Auflösung des Fünfjahresvertrages mit der Securitas sei kein Thema, weil diese den Schaden ja wiedergutgemacht und auch personell rasch reagiert habe. Seit das System im September aufflog, mussten 20 der 31 Kontrollore gehen, die anderen werden versetzt.
Wer kontrolliert eigentlich die Kontrollore?, fragt FPÖ-Klubchef Sippel und sieht "Schwarz-Grün in der Verantwortung": In der Holding Graz fehle die Kontrolle gänzlich, seit sich dort nur mehr die beiden Koalitionsparteien im Aufsichtsrat befänden. Sippel: "Rücker und Nagl sind mit ihren Kontrollfunktionen überfordert."
















