"Pique Dame": Schlappe Witzchen, dichte Bildsprache
Reaktionen zur "Pique Dame" an der Oper Graz.
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Peter Konwitschny provoziert mit Greisensex, findet aber eine dichte Bildsprache. Noch die Irrtümer des großen älteren Mannes der Opernregie sind produktiver als die Routine der Richtigmacher, denn selten lässt sich das Geglückte vom Misslungenen ähnlich lehrreich unterscheiden wie in dieser Koproduktion mit Leipzig.
Die Welt
Konwitschnys verulkt Tschaikowskis Oper mit schlappen Witzchen und einer geilen Gräfin. Sein berserkerhaftes Inszenieren wirkt unangemessen. Für einen erklärten Unkoventionalisten bietet der Regisseur aber - anders als zuvor bei seiner kahl geschlagenen "Traviata" in Graz - den Augen durchaus Futter.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Ziemlich stilsicher zeigt Konwitschny diese leere Society. Manches gerät dabei jedoch zu klamaukig. Und zu langatmig und altbekannt sind viele Einfälle, wie Auf- und Abtritte durch den Orchestergraben oder derb gebrochene Balletteinlagen.
Wiener Zeitung
Die Inszenierung zeigt mit ihren Dauergags doch Zeichen der Erschöpfung. Zweifellos eine Bereicherung ist Tecwyn Evans, der das Orchester mit analytischer Besonnenheit zu romantischen Enthusiasmus animiert.
Der Standard
Musikalisch ist die Produktion ordentlich herausgeputzt. Aber selbst Konwitschnys übliche Fouls an der Gesellschaft der "Opernärsche" und Tschaikowskis "Scheißmusik" wirken diesmal seltsam lustlos.
Kurier
















