Weniger Züge: Es drohen Millionenschäden
Eine Studie des Instituts für Geografie der Uni Graz untersuchte ökonomische, soziale und ökologische Folgen der geplanten Taktreduktion. 400.000 zusätzliche Autofahrer könnten die Folge sein.

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Vier der sieben Direktzüge von Graz nach Salzburg stehen mit dem 11. Dezember vor dem Aus. Die Auswirkungen dieser Ausdünnung im öffentlichen Verkehr hat nun eine Studie am Institut für Geografie und Raumforschung der Uni Graz untersucht. "Die logische Konsequenz lautet, dass Menschen von der Bahn auf das Auto umsteigen und es pro Jahr bis zu 400.000 Autofahrten mehr geben wird", erklärt Studienautor Christian Kozina.
Die Folgen reichen von einer höheren Umwelt- und Gesundheitsbelastung bis hin zu wirtschaftlichen Nachteilen für die Region. Allein im Tourismus seien Wertschöpfungsverluste von bis zu 20 Millionen Euro zu befürchten.
Für Kozina ist es außerdem unerheblich, wie viele Personen täglich von Graz nach Salzburg im Zug fahren. Die ÖBB beziffern dies mit 32. "Es geht darum, von wie vielen Menschen der Zug entlang der Strecke genutzt wird, und das sind 150." Rechnet man diese Zahl mit sieben Verbindungen in zwei Richtungen am Tag, ergeben sich pro Jahr 766.500 Fahrgäste.
"Bundespolitik ist gefordert"
Die ÖBB riskieren, diese Kunden für immer zu verlieren. "Die Bundespolitik ist gefordert", sagt Martin Mödlinger vom Verein "Fahrgast Steiermark" an die Adresse von Verkehrsministerin Doris Bures (SP). "Fahrgast" hat das "Interregio"-Konzept entwickelt, um den Bahnverkehr abseits der großen Hauptlinien längerfristig zu sichern. Auch das Institut für Eisenbahnwesen und Verkehrswirtschaft der TU Graz warnt eindringlich, den inneralpinen Fern- und Mittelstreckenverkehr auf ein Minimalangebot zu kürzen.
Um Graz-Salzburg entbrannte gestern ein landespolitischer Streit (siehe das "Intern"). Landeshauptmann Franz Voves signalisiert aber, die Steiermark wäre bereit zu zahlen. Offen ließ er, wie viel - und wofür.
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Forderung
Aus der Sicht des Studienautors Christian Kozina ist der Zweistunden-Takt Graz-Salzburg unbedingt aufrechtzuerhalten. Wer diese Ansicht teilt, kann diese Forderung ab sofort unterstützen.
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