Eine Huldigung an den Lehrer Boris Kuschnir
Julian Rachlin eröffnet den Kammerkonzertzyklus.

Foto © GEPAJulian Rachlin: romantisierende Barockständchen für den Lehrer
GRAZ. Mit einem Geburtstagskonzert für seinen Lehrer Boris Kuschnir, der am 28. Oktober sein 63. Lebensjahr vollendet, eröffnete Stargeiger Julian Rachlin den Kammerkonzertzyklus des Musikvereins für Steiermark. Gemeinsam mit weiteren Schülern des seit 1999 auch an der Grazer Kunstuniversität lehrenden Erfolgspädagogen spielte er im Stephaniensaal zwei Violinkonzerte von Antonio Vivaldi und drei von Johann Sebastian Bach. In kleinster, also solistischer Orchesterbesetzung, die auch ein Cembalo (Eva Maria Pollerus) einschloss, sonst aber die Grundsätze der historisch informierten Aufführungspraxis geflissentlich ignorierte.
Wie weiland David Oistrach, von dem Kuschnir viel gelernt hat, zelebrierten das Geburtstagskind und seine Eleven einen satten, vibratoreichen Ton, mit dem sie in romantischer Manier die langsamen Mittelsätze breit auswalzten. Kuschnir und Rachlin harmonierten im Doppel und beim Smoking-Design prächtig, Alexandra Soumm bestach mit gestochen scharfen Läufen und bei Vivaldis abschließendem Quadrupelkonzert vergrößerte sich die Gratulantenschar zum Streicherchor.

















