Alle jagen Tudegeschewa
Marion Kreiner hat es auf den Sieg im Parallel-Weltcup abgesehen. Heute startet die Titeljagd in Holland.
SNOWBOARD. Jekaterina Tudegeschewa kann man kennen, muss man aber nicht. Geht es nach den österreichischen Snowboarderinnen, soll sich der Wirbel um die Russin (23) künftig in Grenzen halten. Tudegeschewa ist ab heute die Gejagte im Snowboard-Weltcup der Alpinen. Sie dominierte die vergangene Saison, holte sechs Siege und gewann den Gesamtweltcup. Die große Kristallkugel wird die Russin aber sicher nicht verteidigen können. Im Alpinbereich haben sich die Fahrer so spezialisiert, dass die FIS nur noch kleine Kugeln im Parallelbewerb und Snowboardcross ausgeschrieben hat. Nur die Freestyler werden in der Gesamtwertung geführt.
Auf die kleine Kugel hat es Marion Kreiner (30) abgesehen. Der Glaspokal würde sich neben WM-Gold (2009) und -Silber (2007) sowie Olympia-Bronze gut (2010) machen. Der Startschuss zur Titeljagd fällt heute in Holland. "Das Material passt perfekt", sagt Kreiner, "falls es nichts wird, bin nur ich schuld." Landgraaf ist mit seiner Schihalle seit 2003 im Weltcupkalender. "Die Vorbereitung war zwar kurz", sagt Kreiner vor dem Parallelslalom, "aber wir hatten extrem gute Trainingstage auf hartem Untergrund. Ich bin für den Auftakt gerüstet."
Stressig wird es für die Grazerin nicht nur am heutigen Renntag. Am Freitag heißt es zeitig aufstehen, denn in den Morgenstunden hebt der Flieger Richtung Wien ab. Ab 14 Uhr wird Kreiner mit vielen Schi- und Snowboard-Stars in der Shoppingcity Seiersberg die neue Wintermode des ÖSV präsentieren und Autogramme geben.














