Sprit an der Raststation? "Nein, tanke schön!"
Ob beim Volltanken oder einem schnellen Einkauf - bei der Autobahnraststation leidet die Geldbörse. Wie sehr, das haben wir uns auf einer Vergleichsfahrt angesehen.

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Treibstoffpreise befinden sich derzeit im Höhenflug. Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer zeigt, dass die Kosten für Benzin, Diesel und Co. im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 19,5 Prozent gestiegen sind. Das sind 22 Cent pro Liter.
Am meisten wird traditionell an der Autobahn verlangt, durchschnittlich um bis zu elf Prozent mehr als bei anderen Tankstellen. Die Kleine Zeitung wollte es genauer wissen und hat sich an der A2 und der A9 umgesehen.
Vor der Tour war allerdings Volltanken in der Stadt angesagt: Am Montagmittag kostete ein Liter Diesel an der BP-Tankstelle in der Grazer Fröhlichgasse 1,347 Euro, Superbenzin 1,394 Euro. Macht bei 60 Litern Diesel 80,82 Euro, für den Benziner 83,64 Euro. Ein stattlicher Preis, im Vergleich zu den Autobahntankstellen steigt man hier jedoch gut aus . . .
Selbe Firma, teurerer Preis
Erster Halt unserer Tankstellen-Tour: Raststation Arnwiesen auf der A2 bei Gleisdorf. Ein Blick auf die Preise verrät, es war eine gute Idee, noch in Graz zu tanken. Hier an der Raststation ist der Diesel um gut zehn, das Benzin sogar um fast 20 Cent (!) pro Liter teurer als in der Stadt - und das, obwohl es sich hier um denselben Anbieter handelt. Bei der Raststation Deutschfeistritz geht es ähnlich kostspielig weiter. Der Diesel ist mit 1,529 Euro angeschrieben und damit noch teurer als in Arnwiesen. Bei einem 60-Liter-Tank zahlt man also für Diesel neun, für Benzin etwa zwölf Euro mehr als in der Stadt.
Auf angenehme Überraschungen stoßen wir auch auf dem Weg in den Süden nicht mehr. Sowohl an der Raststation Kaiserwald als auch an jener in Gralla ist Tanken nur in Notfällen zu empfehlen.
Woran das liegt? "Die Kostenstruktur auf einer Autobahntankstelle ist mit jener einer normalen Tankstelle nicht vergleichbar. Angefangen von den Abstellplätzen über das größere Gastronomie- und Shopangebot bis hin zu den Tankwarten, die zur Verfügung stehen müssen - das ist alles ausschlaggebend für die Preisunterschiede", erklärt Daniel Pinka vom Fachverband der Mineralölindustrie.
Gesalzene Snackpreise
Gesalzen sind allerdings auch die Snackpreise. Erster Test: ein abgepacktes Sandwich, das uns einigermaßen preiswert erscheint. Denkste. Satte 3,79 Euro verlangt man in Deutschfeistritz für das gefüllte kalte Toastbrot. In einem Grazer Supermarkt hätten wir für den gleichen Preis zwei Sandwiches und einen Schokoriegel erhalten. Sogar in der Grazer Tankstelle wären wir um einen Euro billiger davongekommen.
Dieser Frust muss runtergespült werden, doch das Getränkeregal hat schon das nächste preisliche Schwergewicht parat. In drei der vier getesteten Shops muss man 1,99 Euro für einen halben Liter Cola berappen. Mineralwasser ist mit 1,59 Euro (Gralla) nur marginal günstiger.
Die Vergleiche zeigen: Wer bei längeren Autobahnstrecken die Geldbörse schonen möchte, sollte vorher auftanken und ausreichend Proviant fassen.















