Ein Traum war nur das Szabics-Tor
Der SK Sturm und Wacker Innsbruck trennten sich am Sonntag. Es war ein Duell auf schwachem Niveau.

Foto © GEPAManuel Weber & Co. kam über ein 1:1 nicht hinaus
Als Sturm-Trainer ist Franco Foda seit Jahren so erfolgreich, dass er mittlerweile auch als heißer Kandidat für den vakanten Teamchefposten gilt. Gelernt hat der Sturm-Coach in seiner Jugend aber auch das Handwerk des Bürokaufmannes. Gestern zeigte der Deutsche, dass ihm auch die "Baumeister-Zunft" nicht fremd ist.
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Acht verletzte Spieler und ein gesperrter Akteur sorgten vor dem Duell mit Wacker Innsbruck für Sorgenfalten auf der Stirn des 45-Jährigen. Weil ihm scheinbar aber auch bei der 1:2-Niederlage in der Europa League gegen Lok Moskau einiges nicht gefallen hat, baute Foda die Mannschaft komplett um. Florian Kainz, Christian Klem, Florian Neuhold, Martin Ehrenreich und Dominic Pürcher hießen die neuen Gesichter in der Startelf. Routiniers wie Samir Muratovic, Joachim Standfest und Giorgi Popkhadze mussten trotz Personalnot überraschend auf der Bank Platz nehmen. Das neu gezimmerte Mannschaftsgebilde zeigte in der Hälfte allerdings noch nicht jene Stabilität, die sich der Erbauer vermutlich vorgestellt hatte.
Kleines Nickerchen
Als Schiedsrichter Harald Lechner die Mannschaften zur Pause in die Kabinen schickte, hatte der Meister null Torchancen zu Buche stehen. Innsbruck führte durch einen Kopfball-Treffer von Tomas Abraham nach einem Eckball verdient 1:0 und die 10.227 Fans kauten noch immer an den 45 extrem schwachen Minuten ihrer Lieblinge. Die Sturm-Spieler hatten müde gewirkt, ja beim Gegentreffer, mittlerweile dem x-ten nach einer Standard-Situation, legten die Abwehrspieler allesamt sogar ein kleines Nickerchen ein.
Franco Foda dürfte in der Kabine alle aufgeweckt haben und der Baumeister nahm an seinem Bauwerk noch einmal eine kleine Adaptierung vor - Mario Haas kam ins Spiel. Mit dem 37-Jährigen kam auch das notwendige Tempo - und der Ausgleich.
In der 53. Minute brachte er "Kanonier" Imre Szabics ideal an der Strafraumgrenze in Stellung. Und der Ungar schlenzte den Ball mit dem Außenrist ins Kreuzeck. Ein Treffer, der sich das Prädikat Traumtor redlich verdiente.
Als elf Minuten später Wacker-Spieler Dario Dakovic zu wacker in einen Zweikampf ging und deshalb vom Referee vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde, schien sich das Blatt endgültig zugunsten Sturms zu wenden.
Doch das Tor der Gäste blieb vernagelt. Erst schoss Szabics (65.) knapp vorbei, dann rettete Szabolcs Safar bei einem Volley von Haas (69.) in höchster Not. Und in der Nachspielzeit bewies Haas völlig frei stehend, warum er in der Fußball-Szene nicht als Kopfball-Ungeheuer gilt. Es wäre ein Happy End gewesen, das sich der SK Sturm verdient hätte.
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Fakten zum Spiel
SK Sturm Graz - FC Wacker Innsbruck
1:1 (0:1). Graz, UPC-Arena, 10.227, SR Lechner.
Torfolge:
0:1 (24.) Abraham 1:1 (53.) Szabics
Sturm:
Cavlina - Ehrenreich, Neuhold, Burgstaller, Pürcher (46.Haas) - Weber, Klem - Wolf, Kainz (69. Muratovic), Bukva (84.Weinberger) - Szabics
Wacker:
Safar - Harding, Bea, Svejnoha, Dakovic - Abraham - Schütz(71. Köfler), Hachmair, Perstaller (67. Löffler), Hauser - Burgic(91. Bammer)
Gelb-Rot:
Dakovic (64., Foul)
Gelbe Karten:
Pürcher, Neuhold bzw. Dakovic, Burgic
Die Besten:
Haas, Bukva, Ehrenreich bzw. Abraham, Burgic











