Theater voller Verunsicherungen
Intendantin Anna Badora lud zu einer Preview auf ihre sechste Saison in Graz.

Foto © Lupi Spuma Fine PhotographyBester Nachwuchs: Thomas Frank (Mitte) bei den Proben zu "Das bin doch ich" nach dem Roman von Thomas Glavinic
GRAZ. "Häppchen" habe man vorbereitet, um Lust auf die kommende Spielzeit zu machen: "Auf gut Österreichisch: eine Preview", scherzte Intendantin Anna Badora, als sie am Samstagnachmittag das Theaterfest für die Saison 2011/12 eröffnete, die unter dem Motto "Im Zirkel der Verwirrung" steht. "Der Zerfall von Gewissheiten und die Überflutung von Informationen ziehen sich durch unser Programm", sagt Badora. So begann auch die Preview mit einem verwirrten Moderator (Sebastian Reiß), der schon bald in einer Sesselliftszene, einem sehr witzigen Ausschnitt aus "Das bin doch ich" auftauchte.
Rund zehn Minuten wurden von der Eröffnungspremiere "Geister in Princeton" gezeigt, wo eine Wand zu den Hauptdarstellern gehört. Mit ihr kann der lineare Verlauf von Vergangenheit und Gegenwart inszeniert werden. In Gestalt von Neuzugang Christoph Rothenbuchner huschte auch Kehlmann über die Bühne, aber das gehörte wieder zu einer anderen Dramatisierung. Man darf also gespannt auf die Verunsicherungen in der Hofgasse sein - inklusive Elfriede Jelineks "Rechnitz" als österreichischer Erstaufführung.
Zudem wurde von den Freunden des Schauspielhauses, dem "ProBühne"-Verein, der beste Nachwuchs prämiert: Bei den Schauspielern durften sich Katharina Klar und Thomas Frank über die Auszeichnung freuen, unter den jungen Regisseuren gewann Ingo Berk (zuletzt "Peer Gynt").
Saisonstart: 24. 9. mit der Uraufführung von Daniel Kehlmanns "Geister in Princeton", gefolgt von Simon Stephens' "Punk Rock" (25. 9., Probebühne). Uraufführung von "Das bin doch ich" am 2. 10. Karten: Tel. (0 31 6) 80 00.














