Busspur entzweit Politik und Bewohner weiter
Politik beharrt auf Bus durch "Wohnen in Park".
Auch wenn heute der Stadtsenat die Freigabe von 820.000 Euro für den Bau einer Busspur durch die Wohnsiedlung "Wohnen im Park" nördlich des Hirtenklosters (Wienerstraße) nicht beschließen wird: Die Wogen gehen weiter hoch. Bewohner der von ÖWG und GWS gebauten Siedlungen meinen, eine Bus- und Straßenbahntrasse durch ihr "ruhiges, familienfreundliches Wohngebiet" sei nicht notwendig. In fünf Gehminuten seien Busse der Linien 53, 62 und 67 erreichbar. Sie und andere Bewohner haben daher 200 Unterschriften gesammelt, um die Verlegung der Linie 40 durch ihre Siedlung zu verhindern.
Aber weder Bürgermeister Siegfried Nagl noch Verkehrsreferentin Lisa Rücker wollen vom Projekt abrücken. Rücker: "Allen war und ist bekannt, dass die Trasse vorgesehen ist. Und es ist gut, dass die Stadtplanung die Anbindung von Siedlungen an die Öffis mitgedacht hat. Wäre es nicht so, würden alle aufschreien." Bürgermeistersprecher Thomas Rajakovics sieht es als "Komfort, wenn die Bewohner mit der Buslinie schnell in die Stadt kommen und Schulkinder nicht auf der vierspurigen Wienerstraße zum Bus müssen." Das Stück soll erst in einer der nächsten Stadtsenatssitzungen behandelt werden. HELMUT BAST
















