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Zuletzt aktualisiert: 04.09.2011 um 21:16 UhrKommentare

Wer hart spielt, muss nicht auch dumm spielen

Mit 13 neuen Spielern starten die 99ers am Freitag in die neue Saison. Und mit einem neuen Trainer. Der heißt Mario Richer und ist gesprächig.

Mario Richer

Foto © GEPAMario Richer

Beim letzten Test gab es einen 7:0-Kantersieg über die University of Manitoba. Hat man da schon die 99ers-Mannschaft gesehen, die Sie sich vorstellen?

MARIO RICHER: Man hat ein Team gesehen, das intensiv und hart spielt. Das ist mein Stil. Vielleicht wurde ein wenig zu viel gerauft, aber gegen einen kanadischen Gegner kann das passieren. Für die ist das normal.

Man hat aber nicht nur 99ers gesehen, die physisch hart spielen. Es waren auch 99ers, die sehr offensiv eingestellt waren, oder?

RICHER: Als man mit mir Kontakt aufgenommen hat, habe ich dem Präsidenten zwei Dinge versprochen: Wir werden hart spielen und wir werden offensiv spielen. Und das setzen wir jetzt um.

7:0 im letzten Test vor dem Liga-Start klingt perfekt. Sind die 99ers so stark, oder lag es am Gegner?

RICHER: Manitoba war sicher schwächer als ein Team in unserer Liga. Ich hätte aber selbst ein engeres Ergebnis erwartet.

Warum gab es keine Tests gegen Liga-Rivalen?

RICHER: Gegen die spielen wir jetzt eine ganze Saison lang. In der Vorbereitung teste ich lieber gegen Klubs aus anderen Ligen. Die spielen anderes Hockey, da kann man auch etwas lernen.

Der neue Kapitän heißt Cole Jarrett - Ihr Wunschmann?

RICHER: Da mische ich mich nicht ein, das lasse ich die Mannschaft entscheiden. Sie haben gewählt.

Sie bevorzugen ein eher, sagen wir, rustikales Eishockey. Riskieren Sie da nicht viele Strafen?

RICHER: Nun, Strafen sind Teil dieses Spiels, oder? Außerdem muss man ja, nur weil man hart spielt, nicht auch gleich dumm spielen. Intensiv, aber intelligent. Es gibt ja auch faire Checks. Wir spielen unser Spiel, dann sehen wir ja.

Am Freitag geht es zu Hause gegen die Vienna Capitals los. Was können die Fans erwarten?

RICHER: Die Capitals sind eines der besten Teams der Liga. Sie haben die zwei Topscorer der letzten Saison. Eine große Herausforderung für uns, aber wir werden wie im letzten Test hart spielen und Druck ausüben.

Die Vorbereitungsphase ist vorbei - sind Sie mit allem zufrieden?

RICHER: Powerplay und Unterzahl müssen wir noch speziell trainieren, wir müssen auch noch schneller werden. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Wer werden Ihre Schlüsselspieler sein?

RICHER: Der Schlüssel wird sein, wie sich die vielen jungen Spieler entwickeln. Sie haben jetzt die Chance, wir werden vorerst keinen ins Farmteam nach Kapfenberg schicken.

Viele Experten schätzen die 99ers nicht gerade hoch ein. Was sagen Sie dazu?

RICHER: Ich muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass Salzburg, Wien und der KAC am meisten Geld haben und am Papier die stärksten Kader. Aber jeder muss erst gegen uns gewinnen. Wir hoffen auf Überraschungen.

INTERVIEW: ALEXANDER NIGGAS

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