Boduls Karriere begann im Käfig
Darko Bodul (22) spielte in seinen ersten 90 Minuten für den SK Sturm groß auf. Am Samstag steuerte er zum 5:0 über Wiener Neustadt einen Doppelpack bei und meinte dann, er fühle sich in Graz sehr wohl.

Foto © GEPADarko Bodul
Ferserl, Haken, Lupfer, Drübersteiger. Darko Bodul ist ein verspielter Fußballer, einer, der es versteht, mit dem Ball umzugehen. Technisch versiert, dribbelstark und mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen ausgestattet. Das fußballerische Fundament legte sich der heute 22-Jährige in den Käfigen von Wien zu, wo er gemeinsam mit Marko Arnautovic oder Veli Kavlak einen Großteil seiner Kindheit verbrachte. "Meine Eltern mussten arbeiten. Ich bin auf der Straße aufgewachsen", sagt Bodul. Im Alter von 15 Jahren ist der Österreich-Kroate in die Niederlande gewechselt, spielte bei den Amateuren von Heerenveen und Ajax Amsterdam, verfeinerte dort seine Technik. "Die holländischen Schulen sind sehr gut. Dort wird mit der Jugend mehr gearbeitet als in Österreich", erzählt Bodul.
Viel und fleißig hat Bodul nach eigener Auskunft auch in den jüngsten Trainingseinheiten bei Sturm gearbeitet, obwohl er die Nicht-Berücksichtigung im Kader gegen Bate Borisow nicht verstanden hat. Der Ärger ist verraucht, die Freude nach Sturms 5:0-Sieg über Wiener Neustadt groß. Bodul bejubelt aber nicht so sehr seine beiden Tore. Der 90-Minuten-Einsatz ist es, der dem 22-Jährigen das Lächeln ins Gesicht zaubert. "Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal 90 Minuten gespielt habe", sagt er. Sturms Sportkoordinator Hans Lang nimmt den guten Auftritt von Bodul gegen Wiener Neustadt erfreut zur Kenntnis und sagt: "Er hat seine Klasse aufblitzen lassen. Jetzt gilt es, an der Kontinuität zu arbeiten."
"Wenn wir die Form halten, ist alles möglich"
Als hängender Angreifer oder als Speerspitze? Bodul: "Egal, ich kann alles spielen." Also hat Sturm gar kein Stürmerproblem? "Ich denke nicht, bei Leuten wie Muratovic, Szabics und mir", sagt Bodul augenzwinkernd. Sturm habe eine tolle Mannschaft mit Qualität. "Halten wir einigermaßen die Form vom letzten Spiel, ist alles möglich. Ich will mit Sturm wieder Meister werden", sagt Bodul, der auf seinen nächsten 90-Minuten-Einsatz brennt.















