Vermögensberater nach Prozess festgenommen
Der Prozess gegen einen 43-jährigen Vermögensberater, dessen Kunden rund 7,7 Millionen Euro bei Börsengeschäften verloren hatten, ist am Dienstag fortgesetzt worden. Dabei wurde der Mann festgenommen - wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr.

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Der Prozess gegen einen 43-jährigen Vermögensberater aus der Steiermark, dessen Kunden rund 7,7 Mio. Euro bei Börsengeschäften verloren hatten, ist am Dienstag mit der Befragung des Angeklagten fortgesetzt worden. Der Verhandlungstag endete mit einer Überraschung: Der Mann wurde nach dem Prozess festgenommen.
Fluchtgefahr
In dem wegen der bevorstehenden Hitze verdunkelten Schwurgerichtssaal - die Vorhänge vor den Fenstern waren komplett zugezogen - erklärte der Angeklagte am Dienstag ein Beispiel-Finanzierungskonzept. Damit demonstrierte er den Schöffen und Richter Martin Wolf, wie er Kunden über Risiken aufgeklärt haben soll. Der "Leitfaden" für Anleger war zum Teil in verschachtelten Sätzen in "Juristen-Deutsch" gehalten. Wolf fragte den Angeklagten mehrmals, wie die Anleger, darunter Elektriker und Hausfrauen, das verstanden haben sollen, wenn selbst er Schwierigkeiten damit habe. "Die Kunden wussten ja, dass Restrisiko besteht und dass alles weg sein kann, aber das Risiko war bescheiden," meinte der 43-Jährige darauf. Nach Ende des Prozesses wurde der Vermögensberater festgenommen - der Grund dafür ist Flucht- und Tatbegehungsgefahr.
Die Verhandlung wird in den kommenden Tagen mit der Befragung der Mitarbeiter des Angeklagten fortgesetzt. In der kommenden Woche sollen dann alle 32 Geschädigten, die teilweise ihr gesamtes Vermögen verloren hatten, gehört werden. Ein Urteil ist für den 8. September geplant.
















