Spritdatenbank ist gestartet, aber der Motor stottert noch
Beim ersten Versuch vor einer Woche, da brach die neue gesetzlich vorgeschriebene Spritpreisdatenbank gleich zum Start komplett ein. Die Technik des Spritrechners war nicht auf Hunderttausende Autofahrer ausgerichtet.

Foto © APA 500.000 Preisabfragen am 1. Tag
GRAZ. Nun wurde die Rechenleistung aufgestockt und seit gestern ist der Spritrechner, dem alle Tankstellen ihre aktuellen Preise melden müssen, online. Doch selbst gestern stotterte der Motor noch, zwischen 13 und 15 Uhr konnte fast niemand Abfragen starten. Insgesamt, so schätzt die zuständige Behörde E-Control, gab es gestern 500.000 Zugriffe.
Kritik an der Darstellung
Kritik übten gestern viele Tankstellenbesitzer. Gerald Silberschneider, der Tankstellen in Puntigam und Windorf betreibt, ärgert vor allem die Art der Darstellung. Demnach werden dem Autofahrer zehn Tankstellen in dessen Nähe angezeigt, die Preise sind aber nur von den günstigsten fünf angeführt. "Bei meiner Tankstelle hatte ich den gleichen Preis wie die Nummer fünf, bei meiner stand aber ?nicht unter den fünf Günstigsten' dabei", so Silberschneider. "Was ist, wenn zehn den gleichen Preis haben?", fragte er bei der E-Control nach. "Als Antwort bekam ich, dass man einen solchen Fall nicht vorgesehen habe." Verärgert ist auch Oliver Käfer, Vertreter der Tankstellenbetreiber in der Wirtschaftskammer: "Nun passiert das, was keiner wollte. Dass die Leute wegen ein paar Cent quer durchs Land fahren, obwohl die Info vielleicht gar nicht stimmt."













