Hitzefrei? Nicht am Bau
Gernot Großschädl ist einer von vielen, die bei sengender Hitze arbeiten.

Foto © FuchsWer im Freien arbeitet, hat es jetzt nicht leicht. Wie Gernot Großschädl, Bauarbeiter auf der Grazer Hauptbrücke
Die Luft auf der Mur-Hauptbrücke in Graz steht, die Sonne sticht auf die neu verlegten Straßenbahnschienen, es herrscht brütende Hitze. Während sich andere mit einer Kugel Eis erfrischen oder ins Freibad flüchten, sind der Facharbeiter Gernot Großschädl und seine Kollegen schon seit einigen Stunden schwer beschäftigt. Wie viele Steirer, die unter freiem Himmel arbeiten, kommt er dieser Tage ordentlich ins Schwitzen. "Es ist zum Aushalten, wenn man genug trinkt", gibt sich der 26-Jährige gelassen, während er gerade einen Schlauch aufrollt, mit dem er sich wohl nur zu gerne einmal abspritzen würde.
Der gelernte Fliesenleger arbeitet seit Anfang Juli auf der Baustelle in der Murgasse und auf der Hauptbrücke, einen so heißen Tag wie gestern hat er bisher noch nicht erlebt. Von einem klimatisierten Büro können die Arbeiter hier auf der Brücke nur träumen. Bei 32 Grad im Schatten, den es hier aber nicht gibt, muss Großschädl bohren und Schienen dübeln. Hitzefrei gibt es bislang weder für Bauarbeiter, noch für andere, die bei ihrer Beschäftigung den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt sind.
Der Schweiß steht dem Spielfelder auf der Stirn, er sieht das Arbeiten bei der Hitze aber nicht so schlimm. "Es geht eigentlich", sagt er. Mitleidig blickende Passanten vermuten wohl das Gegenteil. Und was macht man nach so einem Tag in der Affenhitze? "Viel unternehmen kannst dann nicht mehr, am ehesten noch schnell baden gehen oder einfach auf die Couch legen und entspannen."
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Fakten
Gernot Großschädl, 26, aus Spielfeld, ist gelernter Fliesenleger und arbeitet seit Anfang Juli auf der Baustelle in der Murgasse und auf der Hauptbrücke in Graz als Facharbeiter.
















