Einigung gescheitert: Aus für Kindergarten
Überfuhrgasse: Runder Tisch scheiterte, Widerstand gegen Kindergarten im Bezirk Lend blieb aufrecht. Nun wurde Projekt abgesagt.

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Es sollte ein letzter Anlauf werden, um doch noch zu einem Kompromiss zu kommen. Aber der - schließlich eher spärlich besuchte - runde Tisch scheiterte, der Widerstand gegen den in der Grazer Überfuhrgasse geplanten Kindergarten blieb aufrecht. Die Folge: Das Projekt wurde endgültig abgesagt.
"Ja, wir haben den Antrag auf Umwidmung zurückgezogen. Es wird leider keinen Kindergarten geben", bestätigt Peter Scherf seitens des Liegenschaftseigentümers, der Gemini-Privatstiftung.
Der Verein Wiki wollte ja auf dem Areal nahe dem Kalvarienberg einen Kindergarten samt Krippe realisieren, doch einige Anrainer legten sich quer. Der Tenor: Man sei nicht kinderfeindlich - aber ein Kindergarten mitten in einer Wohnsiedlung sei nicht das Gelbe vom Ei. Auch wegen des Lärms. Zumal der Eigentümer versichert habe, dass freie Flächen für Büros genutzt werden. Und: Wegen des Kindergartens würden die Kinder der Siedlung ihre Spielwiese verlieren.
Die Replik, dass diese Wiese nun doch den Anrainern erhalten bleibt, war der erste Schritt in Richtung Kompromiss. Der zweite sollte im Zuge des runden Tisches gesetzt werden - vergebens. "Die Anrainer hätten wir vielleicht noch überzeugt. Aber leider hat der Bezirksvorsteher von Lend massiv interveniert", schüttelt Peter Scherf im Namen des Eigentümers den Kopf.
Ja, das habe er. Und zwar mit Recht, meint Lend-Bezirksvorsteher Otto Trafella: "Die Vorgehensweise war völlig unkorrekt. Obwohl es noch kein Okay für die Umwidmung gab, hat Wiki den Eltern fixe Plätze zugesagt."
Enttäuscht ist indes auch Wiki-Geschäftsführer Harry Kühschweiger: "Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, der heutzutage gegen einen Kindergarten spricht." Man werde nun alles tun, um betroffenen Kindern Ersatzplätze bieten zu können.
















