Sondersitzung zu Reininghaus-Areal
Einkaufen, übernehmen, aufgeben? Reininghaus-Zukunft hält Grazer Parteien auf Trab.

Foto © Marija Kanizaj
Was wird bloß aus dem neuen Stadtteil im Westen? Wer investiert, was wird gebaut? Spätestens seit Reininghaus-Eigentümer Ernst Scholdan in der Kleinen Zeitung beklagte, dass "die Vereinbarungen mit dem Petruswerk das Papier nicht wert waren, auf das sie geschrieben wurden", ist Feuer am Rathausdach.
Gerald Grosz vom BZÖ fordert, eine Sondersitzung des Gemeinderates einzuberufen. Nicht zum ersten Mal wollen die Orangen, dass die Stadt direkt "mit den Kreditgebern verhandelt, die Gründe übernimmt und diese mit ausgewählten Investoren im Interesse der Landeshauptstadt als Gesamtfläche weiterentwickelt".
Pläne hat auch die KPÖ. Franz Stephan Parteder verweist auf eine Initiative von Gemeinderat Manfred Eber, wonach die Stadt Teile des 54 Hektar großen Areals kaufen und dort Gemeindewohnungen bauen soll. Um das zu erreichen, wäre Parteder auch eine Sondersitzung recht. Oder aber der Reininghaus-Ausschuss tritt rasch zusammen.
"Keine Sondersitzung des Gemeinderates, es gibt den Ausschuss, der soll sich damit befassen", meint indes FPÖ-Klubobmann Armin Sippel. Im Ausschuss gut aufgehoben ist der Fall auch laut Kurt Hohensinner, Vize-Klubobmann der ÖVP. Sobald es Tatsachen gibt, Hysterie sei nicht angebracht.
SP-Ausschutzvorsitzende Dagmar Krampl will möglichst bald ein Treffen. Ohne Tabus, ein Ergebnis könnte auch so lauten: "Das war's, lassen wir Reininghaus eben, wie es ist."
"Wir brauchen erst Fakten, dann reden wir darüber", bremst SPÖ-Stadtchef Edmund Müller. Klartext wollen Lisa Rückers Grüne bei der Koalitionsklausur mit der Siegfried-Nagl-Fraktion am Donnerstag reden.
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Gut möglich, dass die Reininghaus-Zukunft ein Thema der Graz-Wahl wird. Im Jänner 2013 soll ja der neue Gemeinderat gekürt werden. Oder früher? Die Blauen von Mario Eustacchio denken über einen vorgezogenen Termin nach. "Man soll die Bürger im Advent nicht belästigen", tritt FP-Sippel für eine Wahl im Herbst 2012 ein. T. ROSSACHER

















