"Heiße Kartoffel": Nun greift Holding zu
2010 blies die Holding Graz den Kauf des GAK-Trainingszentrums ab. Jetzt plant sie einen Mehrheitseinstieg um 1,5 Millionen Euro. Doch die Holding übernimmt nur, wenn die Investoren zu einem Drittel beteiligt bleiben.

Foto © Gepa
Das GAK-Trainingszentrum in Weinzödl war seit 2007 Spielball in den Konkursverfahren der Athletiker. Vor vier Jahren spielte eine Investoren-Gruppe um Galerist Ralph Schilcher Feuerwehr und übernahm "rote Schulden" samt Trainingszentrum, um dem GAK das Überleben zu ermöglichen. Im vorjährigen Zwangsausgleich wollten die Investoren das verlustträchtige Zentrum loswerden und an die Holding Graz verkaufen; mit wachsendem Druck auf Stadtpolitik und die Holding. Der Deal, der dem Holding Vorstandssprecher Wolfgang Malik 2010 noch zu heikel war - "wir werden diese heiße Kartoffel sicher nicht angreifen" -, steht jetzt vor dem Abschluss. Auf Anfrage bestätigt Malik: "Ja, wir prüfen die Übernahme des Zentrums, das ja auf unserem Grundstück steht."
Investoren in der Pflicht
Die Rahmenbedingungen: Die Holding übernimmt nur, wenn die Investoren selbst zu einem Drittel beteiligt bleiben. Die kolportierte Verhandlungssumme für den Kauf der zwei Drittel: ein bis eineinhalb Millionen Euro. Als die Investoren 2007 als Retter in höchster Not eingesprungen sind, haben sie rund 2,5 Millionen für die Übernahme des gesamten Trainingszentrums und den damaligen GAK-Zwangsausgleich übernommen.
Die Pläne der Holding mit dem Areal: In Folge soll die Anlage in Weinzödl für andere Sportvereine geöffnet werden. Über gesteigerte Mieteinnahmen könnte man aus der Verlustzone kommen. In Nachbarschaft zu Klettersteig, Golfplatz und Reitanlage will die Holding ein Sportzentrum Nord etablieren. Die Verhandlungen sind im Finale, noch ist man aber nicht handelseins.
Beim GAK würde man sich über eine Einigung freuen, betont aber: "Wir sind aber nicht am Verhandlungstisch."
















