Koalition stellt sich die Linien-Frage
Straßenbahnnetz beschäftigt ÖVP und Grüne./SPÖ-Müller übt leise Kritik an Stronach-Plan.
Nächste Woche beraten Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP), Vize Lisa Rücker (Grüne) und ihre Fraktionsspitzen, wie es mit der Rathauskoalition bis zur Wahl 2013 weitergeht. Einserfrage der Klausur am Flughafen: "Was schaffen wir noch?", so Klubobfrau Christina Jahn. Also welche Projekte "gehen politisch und finanziell. Und welche müssen wir rausnehmen", skizziert Jahn. Wichtig sei ihr der Verkehr. Klar, Rücker ist Verkehrsreferentin und möchte eine Straßenbahnverlängerung vorweisen. Wo? Linien-Graz-intern wird die Westverbindung (vom Zentrum via Griesplatz, Annenstraße bis Reininghaus) favorisiert.
Auf dem Wunschzettel Jahns stehen zudem eine Anti-Diskriminierungsstelle, der Ausbau der Schulsozialarbeit und die Absicherung der Gemeinwesenarbeit. Innerparteilich steht den Grünen ein heißer Herbst bevor. Nach dem Ausscheiden von Peter Hagenauer - ihm folgt Karl Dreisiebner - wird nun Sigrid Binder und Stefan Schneider nachgesagt, eine neuerliche Kandidatur zumindest zu hinterfragen. Jahn will das nicht kommentieren. Nur so viel: "Bis Dezember muss jeder von uns bekannt geben, ob er wieder kandidieren möchte."
A uch Edmund Müller, SPÖ-Gesundheitsstadtrat, hat den Exklusivbericht der Kleinen Zeitung über Frank Stronachs Pläne für ein 300 bis 400 Millionen teures Diagnostikzentrum bei Graz gelesen. Müller begrüßt das Projekt, aber "es behebt keinen akuten Mangel". Wichtiger sei es, wenn der kostenlose, jährliche Gesundheitscheck stärker angenommen würde. Nur jeder Sechste macht ihn. THOMAS ROSSACHER














