Gerettetes Lama erlag tiefen Bisswunden
Zwei wildernde Hunde hetzten Mitte letzter Woche in Graz ein Lama aus dessen Koppel und fügten ihm tödliche Verletzungen zu. Die alarmierte Tierrettung zeigte sich nicht zuständig.

Foto © Berufsfeuerwehr GrazMit Gurten und Seilen wurde das mittlerweile tote Lama geborgen
Zunächst sah es noch nach einem glücklichen Ende einer tragischen Hetzjagd aus. Wie berichtet, wurde in Graz (Bezirk Andritz) in der Nacht auf Samstag von der Feuerwehr ein völlig entkräftetes Lama aus einem engen Bachbett geborgen, nachdem es zwei Tage zuvor aus seinem Gehege verschwunden war. Spuren in der Koppel des Tieres wiesen eindeutig auf zwei wildernde Hunde hin, die es auf das Lama abgesehen hatten. Als das dehydrierte Tier gefunden wurde, war es noch am Leben. Mittlerweile erlag das Tier den tiefen Bisswunden.
Qualvoller Tod
Nach dem qualvollen Tod des Lamas erhebt dessen Besitzerin Andrea Gutmann nun Vorwürfe gegen die alarmierte Tierrettung: "Die Rettung der Arche Noah hat einfach verweigert, zu kommen. Sie seien für so etwas nicht zuständig." Dabei wäre es laut Gutmann nur um die Erstversorgung des Tieres mittels eines Antibiotikums gegangen. Lediglich die Visitenkarte eines Tierarztes habe man ihr per SMS weitergeschickt, den Abtransport des 180 Kilogramm schweren Tieres übernahm schließlich die Grazer Berufsfeuerwehr.
Der alarmierte Tierretter bestätigt zwar den Anruf der Besitzerin, weist aber jegliche Vorwürfe von sich: "Wir hatten am Wochenende die Klinik nicht besetzt und ich bin kein Tierarzt, dürfte dem Tier also nicht einmal mittels einer Antibiotikum-Spritze helfen. Deswegen gab ich den Kontakt eines zuständigen Tierarztes weiter."
Schwierige Situation
In Graz war es nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits Anfang letzter Woche wurde ein Lama von freilaufenden Hunden verletzt. Dagegen polizeilich vorzugehen hat wenig Sinn, wie Gutmann bestätigt: "Man kann bei der Polizei nicht einmal eine Anzeige gegen Unbekannt erstatten, nur eine Meldung. Gibt es mehrere davon, kann der Förster aktiv werden."
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Bild vergrößernDas mittlerweile tote Tier wurde von einem Tierarzt versorgtFoto © Berufsfeuerwehr Graz
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Bild vergrößernDas mittlerweile tote Lama nach der schweißtreibenden RettungFoto © Berufsfeuerwehr Graz
















