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Zuletzt aktualisiert: 04.08.2011 um 15:09 UhrKommentare

Sturm vor der Auslosung wunschlos (glücklich)

Kopenhagen, Borisow, Haifa, Zagreb oder Nikosia - so heißen die möglichen Gegner von Meister Sturm im Playoff der Champions League. Fakt ist: Zuvor werden sich die Steirer noch einmal verstärken.

Wenn bekommt Sturm am Freitag in Nyon zugelost?

Foto © GEPAWenn bekommt Sturm am Freitag in Nyon zugelost?

Österreichs Fußball-Meister SK Sturm Graz hat auf dem Weg in die Champions-League-Gruppenphase nur mehr eine Hürde vor sich. Nach dem Aufstieg ins Qualifikations-Play-off am Mittwoch gegen den FC Sestaponi bekommen es die ungesetzten Schützlinge von Coach Franco Foda entweder mit dem FC Kopenhagen, BATE Borisow (BLR), Maccabi Haifa, Dinamo Zagreb oder APOEL Nikosia zu tun. Die Auslosung findet am Freitag (12.00) in Nyon statt, die Grazer haben keinen Wunschgegner.

Fotoserie: CL: Sturm besiegt Sestaponi 1:0

"Auf uns wartet auf jeden Fall eine spannende Aufgabe", sagte Sturm-Präsident Gerald Stockenhuber am Tag nach dem Sieg der APA - Austria Presse Agentur. Einen Wunschgegner wollte der 49-Jährige aus einem guten Grund nicht nennen. "Das habe ich einmal gemacht und dann haben wir Videoton als Gegner bekommen", erinnerte Stockenhuber. Ungarns Meister war von der Papierform der stärkste Gegner in der zweiten Quali-Runde und hatte den Grazern (Hinspiel 2:0, Rückspiel 2:3) alles abgefordert.

Nur nicht Maccabi

Eines war sich der Sturm-Präsident aber bewusst: "Teams aus Israel waren zuletzt kein Glückslos für österreichische Mannschaften." Red Bull Salzburg ist auf dem Weg in die Champions-League-Gruppenphase 2009 an Maccabi Haifa und 2010 an Hapoel Tel Aviv gescheitert. Zudem hat Rapid in der Europa-League-Gruppenphase 2009 ebenfalls gegen Hapoel Tel Aviv zwei deutliche Niederlagen kassiert. Gegen Haifa hat Sturm schon einmal gespielt und in der dritten CL-Quali-Runde 2002 den Kürzeren gezogen.

Fotoserie: "Land unter" in der UPC-Arena

Genauso wie Stockenhuber blickte auch Trainer Foda der Auslosung wunschlos entgegen. "Ich nehme es, wie es kommt, man kann es sich ohnehin nicht aussuchen", sagte der Deutsche. Die Spieler sahen es ähnlich. "Egal wohin es geht, es wird auf alle Fälle kein leichtes Los", meinte Goalie Christian Gratzei. Und Roman Kienast ergänzte: "Wir wollen auch die nächste Hürde schaffen, aber es sind alles starke Gegner."

Die Steirer dürfen sich schon jetzt über Einnahmen von mehr als 3 Millionen Euro (2,1 Mio. für CL-Play-off und 1 Mio. Euro für EL-Gruppenphase) freuen und sich daher schon die Hände reiben, da nur die zweite Quali-Runde im Budget enthalten war. "Es ist sportlich und finanziell eine ganz tolle Geschichte", sagte Stockenhuber. Ein Einzug in die Königsklasse wäre finanziell aber noch einmal eine ganz andere Dimension.

Unabhängig von Einnahmen aus TV-Geldern und Zuschauer-Einnahmen beträgt alleine das Startgeld in der "Königsklasse" 7,1 Millionen Euro, zudem gibt es in den Gruppenspielen pro Sieg 800.000 Euro (EL: 140.000) und für jedes Unentschieden 400.000 Euro (EL: 70.000). "In der höchsten Liga würden sich noch einmal andere Perspektiven ergeben. Aber ich bin froh, dass wir so weit gekommen sind, es ist ein schöner Erfolg, alles andere ist eine Draufgabe", meinte Stockenhuber.

Sturm kauft weiter ein

Die Mannschaft wird für die anstehenden Aufgaben weiter verstärkt. "Es ergeben sich jetzt neue Möglichkeiten, wir werden wegen dem Verletzungspech sicher noch einen Spieler holen. Bereits heute oder morgen. Franco Foda wird mir seinen Wunschkandidaten nennen", kündigte Stockenhuber an.

Der wird auch nötig sein, haben die Grazer doch bis zum Winter im besten Fall mit insgesamt 34 Spielen (19 Bundesliga, 12 Europacup, 3 ÖFB-Cup/insgesamt 7 schon gespielt) fast eine gesamte Bundesligasaison zu absolvieren. Ex-Sturm-Kicker Jürgen Säumel, der auf Vereinssuche ist, ist laut Foda definitiv kein Thema. Dafür könnte es eventuell zu einer Rückkehr von Patrick Mevoungou kommen, der in der Meistersaison leihweise für die Grazer gekickt hatte. Die Steirer brauchen jedenfalls dringend einen defensiven Mittelfeldspieler.

Matthias Koch wird nach seinem Schlüsselbeinbruch zwei bis drei Monate ausfallen. "Seine Verletzung hat sich als schwieriger als erwartet herausgestellt", sagte Foda, der den Ex-Altacher am Mittwoch im Krankenhaus besucht hatte. Zudem fehlt nun auch Trainersohn Sandro wegen einer beim Aufwärmen erlittenen Oberschenkelverletzung rund zwei bis drei Wochen. Und Christian Klem weilt noch mit der ÖFB-U-20-Auswahl bei der WM in Kolumbien.

Da die Grazer im Meisterweg engagiert sind, bleiben ihnen bei der Auslosung am Freitag "Kaliber" wie Bayern München, Arsenal, Olympique Lyon, Villarreal oder Benfica Lissabon erspart. Unter den nicht gesetzten Teams im Ligaweg befindet sich Twente Enschede, womit es im Play-off zu einem Österreicherduell von David Alaba (Bayern) mit Marc Janko (Twente) kommen könnte. Spieltermine sind der 16./17. August sowie 23./24. August.


Infografik

Grafik © APA

Grafik vergrößernSo geht es für Sturm weiterGrafik © APA

Live dabei!

Auf wen trifft der SK Sturm im CL-Playoff? Mit dem kleine.at-Live-Ticker sind Sie am Freitag ab 12 Uhr bei der Auslosung in Nyon live dabei!

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