Warmer Geldregen für Sturm im Wolkenbruch
Ein 1:0 hat gereicht: Sturm steht in der Play-off-Runde der Champions League. Und feierte im Grazer Unwetter den Geldregen.

Foto © GEPARoman Kienast schoss das Millionen-Tor
Es ist geschafft. Der SK Sturm steht in der Play-off-Runde um den Einzug in die Champions League, die Königsliga des Fußballs. Dank eines knappen 1:0-Heimsieges gegen den georgischen Meister FC Sestaponi, der insgesamt ein 2:1 bedeutet. Und der zumindest drei Millionen Euro bringt. Das heißt Durchschnaufen bei den Klub-Verantwortlichen, weil nicht budgetiertes Geld in die Klubkasse fließt. Und das heißt Durchschnaufen für alle, die dem SK Sturm die Daumen gedrückt hatten.
Und das Drücken war 90 Minuten bitter nötig. Denn die Georgier blieben bis zum Schlusspfiff gefährlich, vor dem Tor aber zum Glück harmlos. Aufregend war es aber von Beginn an. Denn Sandro Foda verspürte beim Aufwärmen nach dem letzten Schuss einen Stich im Oberschenkel, musste für das Spiel w. o. geben. Kurzfristig brach Hektik aus, Franco Foda stürmte aus der Kabine, entschied sich für Samir Muratovic als Ersatz.
Aggressiv und bissig
Bis zum Anpfiff beruhigte sich alles wieder - und Sturm begann zurückhaltend. Weil der georgische Meister das Spiel ähnlich druckvoll anlegte wie beim Hinspiel vor einer Woche. Sturm hielt der ersten Offensivwelle stand und kam in der Fortdauer der Begegnung besser ins Spiel. Und weil es mit dem Herausarbeiten der Chancen nicht richtig klappte und der Regen einsetzte, versuchten es die Grazer mit Weitschüssen. Das Ziel - sprich Tor - wurde nicht verfehlt. Aber der georgische Schlussmann Kwaschwadze war auf dem Posten. Sturm präsentierte sich im Vergleich zum Kapfenberg-Spiel verbessert. Die Grazer spielten aggressiver, bissiger und letztlich ganz wichtig: erfolgreicher.
Weil die Geduld nicht riss, weil irgendwann der letzte Pass doch ankam. Und zwar in der 68. Minute: Nach einem guten Zuspiel von Imre Szabics ließ Goalgetter Roman Kienast einen Verteidiger aussteigen, düpierte auch noch den georgischen Tormann mit einem Lupfer und brachte das Stadion zum Kochen.
Selbst das unglaubliche Unwetter in den Schlussminuten war den Spielern und den Anhängern da egal. Sturm steht in der Play-off-Runde und muss nur noch eine Hürde nehmen, um an den ganz großen Geldtopf zu kommen. Zuerst aber muss man das Los am Freitag abwarten. Fünf Mannschaften stehen zur Wahl (siehe Info-Box rechts unten). Bereits fix: Ein Mittelfeldspieler steht nach dem Aufstieg schon parat.
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Fakten zum Spiel
SK Sturm Graz - FC Sestaponi
1:0 (0:0). Graz, UPC-Arena, 10.058, SR Antony Gautier (FRA).
Hinspiel:
1:1 - Sturm Graz mit dem Gesamtscore von 2:1 in die Play-off-Runde aufgestiegen (Spieltermine 16./17. August sowie 23./24. August).
Sestaponi spielt in der Play-off-Runde zur Europa League weiter (Spieltermine 18. bzw. 25. August/Auslosungen jeweils am Freitag).
Tor:
1:0 (68.) Kienast
Sturm Graz:
Gratzei - Ehrenreich, Dudic, Burgstaller, Popchadse -Wolf (85. Kainz), Muratovic, Weber, Hölzl - Szabics (74. Bodul),Kienast (92. Haas)
Sestaponi:
Kwaschwadse - Aladaschwili, Kobachidse, Oniani, Eliawa -Dauschwili (52. Gorgiaschwili) - Aptsiauri (76. Babunaschwili),Dsaria (80. Tsinamdsgwrischwili), Grigalaschwili - Dwali, Gelaschwili
Gelbe Karten:
Wolf (im nächsten Spiel gesperrt) bzw. Gelaschwili,Oniani, Grigalaschwili
Die Besten:
Wolf, Kienast bzw. Grigalaschwili, Aptsiauri
Twente im CL-Play-Off
Teamstürmer Marc Janko steht mit seinem Club Twente Enschede im Play-off der Champions-League-Qualifikation. Dem niederländischen Vizemeister reichte am Mittwoch im Drittrunden-Rückspiel beim rumänischen Verein Vaslui mit Janko, der bis zur 86. Minute im Einsatz war, ein 0:0 zum Aufstieg. Twente hatte das Hinspiel durch zwei Treffer von Janko mit 2:0 gewonnen.














