Sturm hat eine Hand am Millionen-Topf
Die Ausgangslage für Sturm ist nach dem 1:1 im Hinspiel in Tiflis gegen Sestaponi fast perfekt. Am Mittwoch wartet noch einmal ein heißer Tanz.

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Das war wahrlich ein heißer Tanz in Tiflis, den Sturm gegen Sestaponi im Boris-Paichadse-National-Stadion nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Gerhard Kapl zu bestehen hatte. Über 40 Grad Celsius und ein motivierter georgischer Meister setzten die Grazer von der ersten Minute an unter Druck. Und die schwarz-weiße Abwehrschlacht schien in der 74. Minute bereits verloren, als Gelaschwili das 1:0 für Sestaponi erzielte. 15.000 Fans feierten. Aber nicht lange. Denn Patrick Wolf erzielte nur drei Minuten später das 1:1. Das so wichtige Auswärtstor war gelungen. Und Sturm hat scheinbar eine neue "Waffe" im Köcher: schnelle Ausgleichstreffer. Vor einer Woche gegen Videoton hatte Sturm ebenfalls zwei schnelle Ausgleichstreffer binnen weniger Minuten erzielt.
Ausgangsposition
Mit dem Ergebnis kann Sturm natürlich sehr gut leben und hat jetzt im Rückspiel am Mittwoch alle Chancen, in das Play-off für die Champions League zu kommen. Nur zur Erinnerung: Selbst wenn Sturm in diesem Play-off scheitern würde, wäre die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League und somit 2,1 Millionen Euro Antrittsprämie fix. Auch wenn es Sturm-Trainer Franco Foda wohl nicht gerne hören wird, aber Sturm hat nach dem 1:1 von Tiflis eine Hand am Millionen-Topf. Und am Mittwoch (20.30 Uhr) sind wohl ein volles Haus und ein Volksfest garantiert, wenn Sestaponi zum Rückspiel nach Graz kommt.
Abwehrschlacht
In Tiflis lieferte Sturm jedenfalls eine Abwehrschlacht allererster Güte ab, in der sich die Protagonisten in stark verbesserter Form präsentierten. Konsequent, konzentriert mit einer recht geringen Fehlerquote. Mitten drinnen Florian Neuhold. Der 18-Jährige brachte sein erstes Bewerbsspiel für den Meister von Beginn an gut über die Runden. Seit 2008 ist er bei Sturm, zuvor spielte das 1,88 Meter große Talent, das seit seiner Kindheit ein deklarierter Sturm-Fan ist, beim Stadtrivalen GAK. Neuhold hatte vier Einsätze im U17-Nationalteam und nun eben den ersten für Sturm.
Nach dem Spiel
Neuhold kam für Ferdinand Feldhofer in die Formation. Der Routinier musste das Abschlusstraining wegen einer Adduktorenverletzung abbrechen. Eine Parallele zwischen den beiden Verteidigern wäre auch schon gefunden. Wie Neuhold hat auch Feldhofer sein erstes Spiel für Sturm in der Champions League absolviert. Das war am 14. September 1999 in Marseille. Damals verteidigte der "Ferdl" an der Seite von Franco Foda. Der Trainer gestikulierte diesmal an der Outlinie, als würde ihm die Hitze nichts ausmachen. Das Gegenteil war der Fall. "Aufgrund der Hitze konnten wir kaum atmen", sagte Foda und lobte seine Spieler.
Anerkennung
Diese Anerkennung haben sich Neo-Kapitän Manuel Weber und Kollegen wahrlich verdient. Auch wenn sie kaum spielerische Akzente setzen konnten, ist das so wichtige Auswärtstor gelungen. Aber es warten eben noch kräfteraubende 90 (oder mehr) Minuten am Mittwoch in Graz.
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Fakten zum Spiel
FC Sestaponi - SK Sturm Graz 1:1 (0:0). Tiflis, Nationalstadion (Boris-Paichadse-Stadion), 15.000, SR Anastassios Kakos (GRE).
Torfolge:
1:0 (74.) Gelaschwili 1:1 (78.) Wolf
Sestaponi:
Kwaschwadse - Aladaschwili (82. Benaschwili), Kobachidse,Oniani, Eliawa (88. Chankotadse)- Dauschwili (57. Gorgiaschwili)-Aptsiauri, Dsaria, Grigalaschwili - Gelaschwili, Dwali
Sturm Graz:
Gratzei - Ehrenreich, Neuhold, Burgstaller, Popchadse -Wolf, S. Foda (83. Koch), Weber, Kainz (92. Stangl) - Muratovic,Kienast (82. Haas)
Gelbe Karten:
Aladaschwili, Aptsiauri bzw. Weber
Die Besten:
Eliawa, Aptsiauri, Gelaschwili bzw. Gratzei, Wolf
Rückspiel am 3. August (20.30 Uhr/live ORF 1) in der UPC-Arena.
Aufsteiger in der Play-off-Runde (Spieltermine 16./17. August sowie23./24. August), Verlierer in der Play-off-Runde der Europa League(Spieltermine 18. bzw. 25. August)
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Patrick Wolf, der TorschützeFoto © GEPA














