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    Zuletzt aktualisiert: 25.07.2011 um 10:40 UhrKommentare

    Die Müller-Kultur

    120 Tage im Amt. Bisher schwieg SP-Kulturstadtrat Edmund Müller (55) beharrlich. Im Interview gibt er erste Einblicke in seine Kulturpläne.

    Müllers Grazer Lieblingsautor ist Wolfgang Bauer

    Foto © Jürgen FuchsMüllers Grazer Lieblingsautor ist Wolfgang Bauer

    Herr Müller, wir hatten Sie gebeten, für dieses Interview einen Kulturort vorzuschlagen. Warum haben Sie sich das Haus der Wissenschaft ausgesucht?

    EDMUND MÜLLER: Es ist ein kleines Museum, dem ich zu Aufmerksamkeit verhelfen möchte, und eine Verbindung zum Vorleben bei Joanneum Research (JR).

    Man könnte das auch so deuten, dass Ihr Kulturbegriff ein eher akademischer ist.

    MÜLLER: Ich möchte mit einem Slogan von JR antworten: "Innovation aus Tradition." Ich schätze es sehr, was es in Graz im Jugendkulturbereich gibt, sei es das springfestival oder das p.p.c.

    Seit Sie als Stadtrat für Kulturangelegenheiten zuständig sind, haben Sie sich noch nicht oft zu Wort gemeldet. Warum nicht?

    MÜLLER: Ich wollte mich zuerst über den Ist-Zustand informieren und habe sehr viele Gespräche mit vielen Kultur- und Kunstschaffenden geführt. Das ist für mich notwendig für den Kulturentwicklungsplan.

    Und wie ist der Ist-Zustand?

    MÜLLER: Graz ist ein ganz toller Kulturstandort, mit der Vielfalt, die wir haben, sei es Theater, Oper, Festivals oder freie Szene.

    Was fehlt in Graz?

    MÜLLER: Im Bereich Popkultur könnte man mehr tun für die Jugend. Dahin gehend, dass man den Initiativen Raum für Produktion gibt. Die haben öfter das Problem, Räumlichkeiten zu finden.

    Wo sehen Sie freien Raum?

    MÜLLER: Ich denke da an das p.p.c. oder auch die Murinsel, da könnte man Initiativen als Bühne oder Produktionsort bereitstellen.

    Also Café raus, Projekte rein?

    MÜLLER: Das wäre denkbar, auch Proberäume oder Ateliers könnte ich mir vorstellen. Die Diskussion ist eröffnet, es geht darum, Ideen einzubringen. Ich bin mit offenen Augen in Graz unterwegs.

    Ideen einbringen ist ja gut, aber werden Sie sie auch umsetzen? Als Kulturstadtrat liegt die Entscheidungsmacht bei Ihnen. Also: Was haben Sie bisher umgesetzt?

    MÜLLER: Da muss ich ganz ehrlich sagen: Ich habe ein bestehendes Programm und Budget übernommen ...

    Was möchten Sie noch umsetzen, was sind die großen Ziele für Ihre Amtsperiode?

    MÜLLER: Ein Projekt, das ich weiter unterstützen werde, ist eine Kunstakademie, die junge Leute in Graz halten soll, z. B. die Absolventen der Ortweinschule. Die Fotografen stellen gerade im Rathaus aus. Es wurde ein Antrag für eine Kunstakademie an das Wissenschaftsministerium, noch an Minister Hahn, gestellt. Das werde ich weiter behandeln.

    Was noch?

    MÜLLER: Oper und Schauspielhaus in der derzeitigen Qualität erhalten. Es kann nicht sein, dass wir auf diese Qualität verzichten müssen, die eng mit Eigenproduktionen verbunden ist. Das ist wichtig. Dafür setze ich mich ein, auch im Aufsichtsrat der Bühnen und in Gesprächen mit dem Land. Es besteht Gefahr, dass die besten Leute abwandern.

    Stichwort Oper: Der Umbau der Thalia läuft nicht nach Zeitplan.

    MÜLLER: Es kann nicht sein, dass ein Investor die Stadt narrt und nichts macht, aus welchen Gründen auch immer. Ich verstehe nicht, dass keine Pönale verhängt wird, um Mehrkosten zu senken.

    Wo sehen Sie kulturpolitisch die größte Baustelle?

    MÜLLER: Beim Landesmuseum Joanneum. Hier läuft man Gefahr, den Standort zu schädigen. Diese Personaldiskussionen in der Öffentlichkeit auszutragen, ist standortschädlich.

    Ein kulturpolitisches Vorbild?

    MÜLLER: Nein, so wie ich in der Politik keines habe.

    Ihr politisches Wunschressort?

    MÜLLER: Die Kultur ist ein tolles Erlebnis. Wunschressort? Die Vereinigung Wissenschaft, Kultur und Bildung - und von meiner Herkunft her die Finanzen.

    Was ist Kultur für Sie?

    MÜLLER: Kultur ist sehr stark Diskurs, weil man sehr viel im Gespräch ist über etwas.

    Wo sehen Sie Ihren Auftrag als Kulturstadtrat?

    MÜLLER: Dass die Politik gute Rahmenbedingungen für die Kunst- und Kulturschaffenden geben muss, ohne auf die Inhalte Einfluss zu nehmen.

    Wo sind Sie mit Kultur in Ihrer Jugend in Kontakt gekommen?

    MÜLLER: In den 70ern haben wir die Frohnleitner Kulturtage organisiert, mit modernem Ballett und ich habe Bolero getanzt.


    Der Kulturpolitiker über ...

    ... das Joanneumsviertel: "Die Konzentration dort ist bahnbrechend für Graz. Gerade das ?Bruseum' wird auch international für Furore sorgen."

    ... die Kasemattenbühne: "Ich höre immer wieder von Veranstaltern, dass nach dem Umbau die Kapazität zu knapp ist."

    ... das Medienkunstlabor: "Das Aufgeben des Medienkunstlabors halte ich für schade, das ist ein Bereich, der zukunftsfähig ist. Dafür werde ich kämpfen."

    ... das Künstlerhaus: "Wir haben uns die Verträge angeschaut und vermuten, einige Vereinigungen haben einen Anspruch darauf. Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese Initiativen eine Heimstätte haben."

    ... See-Rock: "Kommerzielle Konzerte müssen sich rechnen. Dafür wird es keine Förderungen geben."

    ... Jazzsommer: "Es ist die Frage, wie weit man kommerzielle Konzerte mit öffentlichen Mitteln fördert. Das ist nicht unser Auftrag."

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