Vom Trainer gab's eine Extraprämie
Franco Foda hatte Thomas Burgstaller bei einem Tor gegen Ried eine Prämie zugesagt. Sie ist bereits ausbezahlt. Am Geld liegt es wohl auch, dass Sturm noch keinen weiteren Innenverteidiger verpflichtet hat.

Foto © ReutersFranco Foda
Sie stehen in der Kritik und geben auch zu, dass ihre gezeigten Leistungen in den ersten beiden Bewerbsspielen dieser Saison noch nicht das Gelbe vom Ei waren. Doch ganz so schlecht empfinden Sturms Innenverteidiger Thomas Burgstaller und Ferdinand Feldhofer ihr Gebotenes nicht. "Allzu viel ist ja noch nicht passiert, oder?", sagte etwa Burgstaller, Sturms Torschütze beim 1:1 in Ried. Er durfte trotz eines "dreifachen" Nasenbeinbruchs jubeln. Gebrochen ist "Burgis" Nase im Training (Zusammenstoß mit Kienast), beim Test gegen Hannover knackste der "Riechkolben" in die andere Richtung und gegen Videoton nochmals.
Drei Mal sind genug, deshalb wird dem Oberösterreicher heute eine Maske angepasst. "Ich bin skeptisch, ob ich mit so einem Gerät im Gesicht auch spielen kann", sagt Burgstaller. Sein Einsatz am Mittwoch in Szekesfehervar im Rückspiel gegen den FC Videoton ist aber nicht gefährdet. "Wenn mich der Trainer aufstellt, bin ich dabei." Ob es für ihn wieder eine Extraprämie vom Trainer gibt, steht nicht fest. Vor dem Ried-Spiel hat ihm Franco Foda bei einem Tor eine Prämie versprochen und diese gestern "bereits ausgezahlt".
Am Geld liegt es wohl auch, dass Sturm noch keinen weiteren Innenverteidiger verpflichtet hat. Ein für Trainer Foda passender Spieler würde bereitstehen. Doch das Budget von Sturm dürfte so ausgereizt sein, dass die Klubführung wohl noch das Rückspiel gegen Videoton abwartet. Aus wirtschaftlicher Sicht verständlich und richtig. Aus sportlicher Sicht ein Wagnis, dass ins Auge gehen könnte.
Denn ab Mittwoch stehen Foda nur noch 20 Kaderspieler zur Verfügung, weil Haris Bukva verletzt ist und Christian Klem für die U20-Weltmeisterschaft abgestellt wird. Und wer es schon vergessen hat: Fünf Abgängen (Kienzl, Schildenfeld, Salmutter, Mevoungou, Perthel) stehen zwei Neuerwerbungen (Koch, Popkhadze) gegenüber.
Steigerung notwendig
Die Doppelbelastung Europacup und Liga wird die Spieler an ihre physischen Leistungsgrenzen bringen. Der Urlaub war kurz, die Vorbereitung intensiv. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Spieler in den ersten beiden Saisonspielen träge präsentierten. "Wir haben bisher zwei gute Hälften gespielt. Wir müssen auf gute 90 Minuten kommen", sagt Trainer Foda, der von einer Verbesserung seiner Mannschaft überzeugt ist. Eine Steigerung muss schon am Mittwoch gegen Videoton her, will man in die dritte Qualifikationsrunde der Champions League. "So wie in der ersten Hälfte gegen Ried dürfen wir nicht spielen", weiß Burgstaller. "Sonst stehen wir wieder in der Kritik."














