Ringen um neue Abgabe
Eine Million Euro erhofft sich ÖVP-Finanzstadtrat Gerhard Rüsch, aber das Land zögert. Die Rede ist von der Zweitwohnsitzabgabe, die sich die Stadt seit 2006 wünscht.

Foto © Kanizaj Grünen-Mandatar Wohlfahrt
Der Haken: Das Land muss die neue Abgabe genehmigen - und ist in einer Stellungnahme skeptisch. Die gesetzliche Materie sei extrem komplex und generell sei es problematisch, für leer stehende Wohnungen Abgaben zu verlangen.
Grünen-Gemeinderat Gerhard Wohlfahrt ist enttäuscht: "Wenn man zwischen Land und Stadt in einer Partei wie der ÖVP keine Arbeitsbasis hat, ist das schwierig. Dieses Kasperltheater erleben wir seit vier Jahren mit."
In der Landes-ÖVP will man beruhigen. "Es gibt noch keine Entscheidung", sagt VP-Klubchef Christopher Drexler. "Im Herbst werden wir das politisch diskutieren." Zwei Lager stehen sich gegenüber: eines ist pro Graz, das andere treibt die Sorge vor der Landflucht, sprich: dass sich zu viele in Graz mit Hauptwohnsitz melden, um der Abgabe zu entgehen - und damit den Gemeinden als Einwohner verloren gehen. G. WINTER

















