Vier Meister aus Böhmens Hain & Flur
Hochspannung im Minoritensaal. Frantiek Souek, Petr Stíek, Petr Holman und Vladimir Fortin, die seit 16 Jahren als Zemlinsky-Quartett firmieren, polieren drei Juwelen tschechischer Musik.

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GRAZ. Nichts an Virtuosenallüren ist da auszusetzen. Die vier atmen, beschleunigen, dämpfen da jede Nuance wie ein Organismus.
Da wird Bedich Smetanas e-Moll-Quartett "Aus meinem Leben" (1876) auch dort, wo das viergestrichene E den Horror der Ertaubung markiert, nicht hyperdramatisiert, sondern mit einer ganz dem "styriarte"-Motto "Im schweren Leichten" sich hingebenden Dorfmusikantenschmierpolka gekrönt. Nicht weniger authentisch werben Leo Janáeks "Intime Briefe" (1928) mit verhaltener Furiantrhythmik und Walzerseligkeit um die junge Geliebte Kamila Stösslová. Pianokultur pur in Antonin Dvoáks G-Dur-Quartett (1895), schiere Spielfreude in den Zugaben von Smetana (Tanz der Komödianten aus der "Verkauften Braut") und Josef Suk (Barcarolle).
Im Radio: 19. August, 19.30 Uhr, Ö 1.
















