"Sorgen der Eltern sind unberechtigt"
Nachmittagsbetreuung: Dass der Verein "GIP" übernimmt, sorgt in der Branche, aber auch bei Eltern für Unruhe. Stadträtin will beruhigen.

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Eigentlich sollte die letzte Woche vor den Ferien kommod ausfallen, und doch ist an vielen Grazer Schulen für Aufregung gesorgt: Der Verein "GIP - Generationen in Partnerschaft" hat die Konkurrenz ausgebremst und den Zuschlag für die Nachmittagsbetreuung ab Herbst erhalten (wir berichteten).
Die Reaktionen sind heftig: In der Branche rumort es, viele Eltern befürchten große Umwälzungen - und GIP-Chef Peter Schwarz weiß von "Interventionen für die Konkurrenz, die sich gewaschen haben" (siehe rechts).
Ist diese Aufregung berechtigt? Was ändert sich? Schulstadträtin Sonja Grabner klärt auf:
Frau Stadträtin, wer hat eigentlich bei der EU-weit erfolgten Ausschreibung entschieden, dass GIP den Zuschlag erhält?
SONJA GRABNER: Die Stadt Graz hat diese Dienstleistung für die Schuljahre 2011/12 bis 2014/15 in einem offenen Vergabeverfahren ausgeschrieben. Die Entscheidung über den Zuschlag an die GIP erfolgte nach genauer Prüfung durch das Stadtschulamt.
Grüne und KP kritisieren, dass offenbar bloß "das Prinzip des Billigstbieters" gezählt habe. GRABNER: Diese Kritik verwundert mich zutiefst. Schließlich haben wir die Projektgenehmigung zur Ausschreibung nicht nur im Bildungsausschuss behandelt, sondern auch im Gemeinderat. Grüne und KPÖ haben damals zugestimmt! Jetzt von Billigstbieter zu sprechen, da sich die Stadt Graz eindeutig für ein Bestbieterprinzip ausspricht, ist billige Polemik.
Doch auch Eltern melden sich, die sich sorgen, ob nun die Betreuung ihrer Sprösslinge leiden wird.
GRABNER: Diese Sorgen sind völlig unberechtigt. Um das klarzustellen: Nur die Verwaltung der Pädagogen wurde an den externen Dienstleister GIP übertragen. Die Vereine haben ja nie irgendeine pädagogische Verantwortung übernommen. Das Erstellen eines Konzepts für die Nachmittagsbetreuung ist weiterhin Sache der Schulleitung.
Wie groß ist in Graz der Bedarf für die Nachmittagsbetreuung?
GRABNER: Derzeit besuchen 3200 Kinder die Tagesbetreuung, rund 44 Prozent aller Volks- und 21 Prozent aller NMS-Schüler. Der Bedarf ist zuletzt um zehn Prozent jährlich gestiegen.














