Moscheen-Betreiber: "Wir schließen radikale Elemente aus"
Moscheen-Betreiber weisen die Vorwürfe der Polizei scharf zurück.

Foto © HOFFMANN Mekic: "Gegen Radikale"
Erhält der radikale Islam durch den geplanten Bau der bosnischen Moschee ein Dach in Graz? Sicherheitsdirektor Josef Klamminger hegte in der Kleinen Zeitung solche Befürchtungen. Der Bau der Bosnier bereite ihm "Kopfzerbrechen", weil möglicherweise radikale Islamisten die Moschee mitfinanzieren würden. Ein Vorwurf, den die Betreiber des Moscheenbaus scharf zurückweisen.
"Wir schließen radikale Elemente aus", sagt Mahdi Mekic, "weil es im richtigen Islam keinen Terrorismus gibt." Mekic ist Obmann des Vereins "Moslemische Gemeinschaft Steiermark (Kulturkreis der Muslime)", jenes Vereins, der die Moschee samt Minarett in der Herrgottwiesgasse bauen möchte. Mit den anderen bosnisch-muslimischen Vereinen will er "nicht in eine Schublade gesteckt werden".
Mekic betont, dass ihre Türen "für Radikale und Extremisten nicht offen stehen, sehr wohl aber für alle Grazerinnen und Grazer - auch für Sicherheitsdirektor Klamminger".
Der Verein setzt auf Transparenz, deswegen hängt auch die Spenderliste offen aus. 600.000 Euro habe man bisher zusammen. Allerdings: Allein der Kauf des Grundstücks in der Herrgottwiesgasse hat zwei Millionen Euro gekostet.
Der Zeitplan zur Moschee: Ergebnisse des Architekturwettbewerbes sollen im Herbst präsentiert werden, die Moschee selbst könnte dann 2012 schon eröffnet werden.















